Fotomuseum Winterthur – Arbeit / Labour

Positionen werden nicht mehr ein Werkleben lang besetzt, sondern man reiht nomadisch mehrere Berufsstationen und Berufsorte aneinander; die Vollarbeitszeit wird als lebensstrukturierende Kraft zunehmend in Frage gestellt.


Schon früh hat die Fotografie Zeugnis erbracht, unter welchen Bedingungen Menschen arbeiten. Beispielsweise durch die Werksfotografen, die das Innenleben einer Firma aus der Perspektive des Auftraggebers, der Geschäftsleitung, festgehalten haben, oder andersrum durch «freie» Fotografen, die mit ihrem persönlichen Aussenblick die Besonderheiten von Produktions- und Handelsorten dokumentierten.


Die Ausstellung «Arbeit / Labour» wird historische Dokumentarfotografien und künstlerische Werke zeitgenössischer Fotografen in einen Dialog bringen. Diese Gegenüberstellung zeigt den fortschreitenden Wandel von der körperlichen Arbeit hin zur automatisierten Tätigkeit und zur Dienstleistung auf, bei denen dem Menschen lediglich Kontroll- und Verwaltungsfunktionen bleiben.


Mit Fotografien aus den Archiven «Von Roll», «Maag», «Haldengut», «SLM» und «Volkart» und mit Werken von Richard Avedon, Lewis Baltz, Joachim Brohm, Nicolas Faure, Andreas Gursky, Lee Friedlander, Hans Hansen, Sanna Kannisto, Sebastião Salgado, Joel Sternfeld, Jakob Tuggener, Bertien van Manen u.a. (fmw/mc/th)


Tina Hage; Detail aus Universal Pattern II, 2008. Inkjet-Print, 102 x 124 cm. Sammlung Fotomuseum Winterthur


Tina Hage; Detail aus Universal Pattern II, 2008. Inkjet-Print, 102 x 124 cm. Sammlung Fotomuseum Winterthur

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