Gazprom bekräftigt Drohung an Ukraine – Timoschenko sagt Besuch ab

Miller warf der Ukraine eine „Politisierung des Konflikts“ vor. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko sagte ihre für den Abend geplante Moskau-Reise ab.


Naftogas droht mit Gas-Beschlagnahmung
Das ukrainische Unternehmen Naftogas drohte laut Gazprom in einem Brief an Moskau, das für den Transit nach Deutschland und in andere EU-Länder bestimmte Gas zu „beschlagnahmen“, sollten sich beide Seiten nicht auf neue Verträge einigen. Die finanziell extrem angeschlagene Ukraine will angesichts der gesunkenen Energiekosten den zuletzt von Russland vorgeschlagenen Preis von 250 Dollar (177 Euro) nicht akzeptieren. In Moskau verhandelten am Mittwoch Naftogas- Vertreter mit Gazprom.


Verträge unterschriftsreif
Gazprom hatte allerdings betont, dass das Angebot „supergünstig“ sei. Bisher zahlte Kiew nur 179,5 Dollar je 1.000 Kubikmeter Gas. Die zwischen Timoschenko und Russlands Regierungschef Wladimir Putin bereits im Oktober ausgehandelten neuen Verträge sind laut Gazprom unterschriftsreif. Die Ukraine hatte zuvor den Grossteil ihrer Schulden von etwa 2,1 Milliarden Dollar beglichen. Gazprom hatte die Vertragsunterzeichnung von der Schuldentilgung abhängig gemacht. (awp/mc/pg/11)

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