Gazprom beteiligt sich an Gas-Handelsplattform der OMV

Gazprom übernehme 50 Prozent der Anteile an der Central European Gas Hub GmbH (CEGH) im österreichischen Baumgarten, teilte der bisherige Alleineigentümer OMV am Freitag in Wien mit. Am Abend unterzeichneten Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew und OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer ein das Kooperationsabkommen.


Grösste Handelsplattform Kontinentaleuropas
Schon länger hatte die OMV die Gazprom eingeladen, sich an ihrer Handelsplattform CEGH für den Gastransitknoten Baumgarten an der niederösterreichisch-slowakischen Grenze zu beteiligen. Zur Diskussion standen immer 50 Prozent, eine Absichtserklärung gibt es seit Mai 2007. Der Gas-Hub soll, so der Plan, in absehbarer Zeit zur grössten Handelsplattform Kontinentaleuropas werden. Momentan ist er Nummer drei.


Ein weiterer Meilenstein
Ruttenstorfer sprach von einem «weiteren Meilenstein in der fast 40-jährigen Zusammenarbeit zwischen OMV und Gazprom» und einem «wichtigen Schritt zur langfristigen Sicherung der Erdgasversorgung in Europa.» Die OMV hatte 1968 als erstes westeuropäisches Unternehmen einen Gasliefervertrag mit der damaligen UdSSR unterzeichnet. Im September 2006 wurden die Gaslieferverträge mit einem Volumen von 150 Milliarden Kubikmetern bis 2027 verlängert.


Erdgasdrehscheibe Zentraleuropas
Im Abkommen enthalten sind laut OMV auch gemeinsame Speicherprojekte in der Region um die Kompressorstation Baumgarten bis ins benachbarte Ausland. Darüber werden in Kürze Machbarkeitsstudien erstellt. Stärken will die OMV damit auch die Bedeutung ihrer Kompressorstation Baumgarten als «physische Erdgasdrehscheibe Zentraleuropas». Bereits jetzt fliessen rund ein Drittel aller Gasexporte Russlands nach Westeuropa über Baumgarten. (awp/mc/ab)

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