«GDI Impuls» 3.09: Schlechte Zeiten, gute Zeiten

Kairos› Haupt-Geschäftsfeld sind seit eh und je die Bruchpunkte von Entwicklungen: wenn Geschichte nicht einfach geschieht, sondern gemacht wird, und sich «windows of opportunity» öffnen. Das geschehe derzeit, sagen die berühmten Futuristen Alvin und Heidi Toffler. Sie fordern dazu auf, neue Systeme, Netzwerke und Organisationen für die wissensbasierten Gesellschaften von morgen zu gestalten – denn «soziale Erfindungen werden genauso wichtig oder gar wichtiger als neue Technologien sein. Soziale Innovatoren sind die nächsten Helden der Geschichte.  


Historische Umbrüche rar
Gerade weil historische Umbrüche so selten sind, beschreibt der neue GDI Impuls die Umstände, die in früheren Umbruchzeiten zum Erfolg führten – so etwa die Neuerfindung Preussens nach der vernichtenden Niederlage gegen Napoleon, die vor zweihundert Jahren unter anderem zur Humboldtschen Bildungsreform führte. Und es wird beschrieben, wie man Misserfolg vermeidet: Renata DePauli erläutert, wie sie sich im Online-Handel in den vergangenen zwölf Jahren standhaft allen vermeintlich einmaligen Gelegenheiten verweigerte, wenn sie kaufmännisch nicht darstellbar waren.


Trend hin zum «Churchillen» 
Eine Anleihe in der Historie machen auch die Forscher des GDI Gottlieb Duttweiler Institute in ihrem Beitrag. Der Trend gehe zum «Churchillen», schreiben sie. Winston Churchill liess sich selbst von den widrigsten Verhältnissen nicht unterkriegen – und behielt am Ende die Oberhand. Diese Eigenschaft sei derzeit nicht nur überlebensnotwendig für Unternehmen und Institutionen, sie greife auch auf die Konsumwelt über. Vom Survival-Store bis zu Online-Tauschbörsen für selbstgezogenes Gemüse, das churchillige Setzen auf die eigene Stärke sei im Kommen. (gdi/mc/ps)

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