General Motors verschärft Sparkonzept

Weitere zehn Prozent am Unternehmen sollen andere Gläubiger für einen Schuldenverzicht bekommen. GM kündigte in seiner Not zudem noch drastischere Kürzungen als bisher geplant an. In den USA soll es einen verschärften Stellenabbau, zusätzliche Werksschliessungen und eine schnellere Verkleinerung des Händlernetzes geben.


Aus für Pontiac
Die Sportwagenmarke Pontiac wird eingestellt. Die Trennung von der schwedischen Tochter Saab soll bis spätestens Ende dieses Jahres erfolgen. Insgesamt will der Konzern seinen Schuldenberg über mehrere Massnahmen um mindestens 44 Milliarden Dollar (33 Mrd Euro) abbauen. Allein bei seinen privaten Gläubigern steht der Konzern mit rund 27 Milliarden Dollar in der Kreide. Weitere Verbindlichkeiten bestehen gegenüber den Gewerkschaften und dem Staat.


Insolvenz nicht vom Tisch
Sollten nicht ausreichend Gläubiger die Offerte zum Austausch in einen Zehn-Prozent-Anteil annehmen, müsse der Konzern ins Insolvenzverfahren. Die Frist für das Angebot an die Gläubiger laufe am 26. Mai ab. Die US-Regierung hat GM für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende Mai gestellt. «Wir unternehmen harte, aber notwendige Schritte, die für das langfristige Überleben von GM wichtig sind», sagte Konzernchef Fritz Henderson. Die auf Druck der Regierung erfolgte Überarbeitung ist bereits der dritte verschärfte Sanierungsplan in gut vier Monaten.


Weitere 21’000 Jobs in USA gestrichen
Die Zahl der Arbeiter in den US-Werken soll bis Ende 2010 um weitere 21.000 auf rund 40.000 Beschäftigte sinken und damit um 7.000 mehr als bisher geplant. Nochmals ein Werk mehr als bisher vorgesehen wird geschlossen – andere Fabriken machen früher als bisher geplant dicht. GM konzentriert sich in Nordamerika künftig auf vier statt acht Marken: Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC. Die Trennung von Saab, Hummer und Saturn soll nun noch 2009 über die Bühne gehen. (awp/mc/ps/24) 

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