Genfer Kantonalbank: IT-Kosten drücken auf Gewinn

Ein Grossteil des Projektes werde durch Bezug von 15 Mio CHF aus den Reserven für allgemeine Bankrisiken finanziert. Der Bruttogewinn sank in der Berichtsperiode um 8% auf 52,5 Mio CHF, der Reingewinn um 17% auf 31,3 Mio CHF. Der Betriebsaufwand erhöhte sich wegen der ausserordentlichen Kosten um 4,9% auf 111,8 Mio CHF, der ordentliche Aufwand sei mit einer Zunahme um 1,5% auf 108,2 Mio CHF dagegen unter Kontrolle, heisst es. Die Cost/Income Ratio verschlechterte sich aufgrund der Kostenentwicklung auf 68,0% von 65,1% im Vorjahr.


Erfolg aus Kommissionsgeschäft legt um 31% zu
Der Betriebsertrag stagnierte in der Berichtsperiode mehr oder weniger und wird mit 164,3 (163,6) Mio CHF ausgewiesen. Das Zinsengeschäft legte dabei um 4% zu auf 97,7 Mio CHF, das Kommissionsgeschäft gar um 31% auf 57,0 Mio CHF. Rückläufig waren hingegen das Handelsgeschäft (-27% auf 7,13 Mio) und der übr. ordentliche Erfolg (-85% auf 2,42 Mio).


Verwaltete Vermögen stagnieren
Die Bank habe im Berichtssemester ihre „gezielte Wachstumsstrategie“ bei der Kreditvergabe an die Wirtschaft und Privatpersonen weiterverfolgt und dabei den Schwerpunkt auf die Qualität des Risikos und die Verteidigung der Margen gesetzt, heisst es. Die Hpyothekar-Forderungen nahmen denn auch um 3,5% auf 7,87 Mrd CHF zu. Die Vergabe sei selektiv erfolgt, schreibt die Bank, die vor Jahren wegen fauler Hypothekenkredite vom Staat gerettet werden musste. Während die Kundenausleihungen um 7% auf 3,34 Mrd CHF sanken, stagnierten die verwalteten Vermögen bei 18,1 Mrd CHF. Die Bilanzsumme weitete sich gegenüber dem Vorjahresstand um 0,4% auf gut 14,1 Mrd CHF aus. Das Kernkapital der Staatsbank (Tier 1) verschlechterte sich leicht auf 9,7 von 10,3%.


Gesamtjahr: Keine Gewinnsteigerung erwartet  
Das laufende Geschäftsjahr charakterisiere sich durch einen verhaltenen Aufschwung und ein sehr strenges Umfeld für die Banken, heisst es. Die BCGE gehe jedoch davon aus, dass sie für 2010 das hohe Wachstumstempo beibehalten könne. Die Zinsmarge werde jedoch weiterhin vom historisch tiefen Zinsniveau beeinflusst sein. Die Bank will dieses Jahr den Transfer der IT-Infrastruktur abschliessen. Dieses Projekt habe einen grossen Einfluss auf das erste Halbjahr gehabt und werde den Aufwand des Geschäftsjahres auch weiterhin „bedeutend beeinflussen“, heisst es. Die Bank erwartet für das laufende Geschäftsjahr denn auch „keine Gewinnsteigerung“. (awp/mc/ps/03)

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