Gewinn der LUKB sinkt um 2,2 Prozent auf 112,4 Mio. Franken

Damit verwalte die LUKB Kundenvermögen von 28,2 Mrd CHF nach 28,1 Mrd CHF per Ende Juni 2008, teilte die LUKB mit. Die Ende September kommunizierte Entschädigung im Zusammenhang mit der Insolvenz von Lehman Brothers belastet die Erfolgsrechnung 2008 der LUKB nach Bankangaben mit einem «einstelligen Millionenbetrag». Der Bruttoerfolg stieg gegenüber dem Vorjahr leicht auf 345,2 (345,0) Mio CHF und der Geschäftsaufwand auf 165,2 (160,8) Mio CHF.


Markterwartungen erfüllt
Mit dem Ausgewiesenen Zahlenkranz hat die Luzerner Bank die Erwartungen des Marktes getroffen. Die Experten von ZKB und Vontobel rechneten beim Bruttoerfolg mit 341,0 bzw. 344,0 Mio CHF, beim Geschäftsaufwand mit 167,1 bzw. 166,4 Mio CHF und auf Stufe Reingewinn mit 110,1 Mio CHF respektive 103,0 Mio.


Ausblick gesenkt
Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 rechnet die LUKB aufgrund der marktbedingt schwächeren Erträge aus dem indifferenten Geschäft mit einem leicht tieferen Konzerngewinn als im Vorjahr. Bis anhin erwartete das Institut einen Unternehmensgewinn in der Grössenordnung des Vorjahres. Dennoch will die Bank unverändert eine Dividende von 10 CHF je Aktie ausschütten.


Luzerner Kantonsrat zeigt sich unzufrieden
Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) entschädigt Kleinanleger, die durch den Konkurs der US-Bank Lehmann Brothers Geld verloren haben. Im Luzerner Kantonsrat hat dies am Dienstag zumindest einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Die LUKB ist seit 2001 eine normale AG. Allerdings verfügt sie über eine Staatsgarantie, die sie jährlich mit fünf Millionen Franken abgilt. Zudem ist der Kanton Mehrheitsaktionär; im Verwaltungsrat ist er aber nicht vertreten. Leo Müller (CVP) rief deshalb dazu auf, auch in der Krise die Unabhängigkeit der Bank von der Politik zu akzeptieren. Wer der Privatisierung zugestimmt habe, dürfe nicht erstaunt sein, wenn jetzt andere Gesetzmässigkeiten zum Tragen kämen als früher.


«Kunden und Berater seien von den Renditen geblendet»
Im Zentrum der Debatte stand die Entschädigung, die die LUKB freiwillig an Opfer der Lehmann-Insolvenz ausrichtet. Erich Leuenberger (FDP) sagte, Kunden und Berater seien von den Renditen geblendet gewesen. Heidi Rebsamen (Grüne) hofft, dass die LUKB künftig ihre Kunden seriöser über die Risiken informiert. Felicitas Zopfi (SP) mahnte, dass die Schuld nicht nur die Bankberater treffe. Diese funktionierten so, wie es die Kunden wollten. Für Marcel Omlin (SVP) ist das Verhalten der LUKB wettbewerbsverzerrend. Seiner Ansicht nach ist die Regierung zu passiv. Seine Forderung, die Regierung müsse Rechenschaft abgeben, wie sie die LUKB kontrolliere, lehnte der Kantonsrat ab. (awp/mc/pg/ps/07)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.