Goldbach Media mit gutem Abschluss 2008

Der EBIT steigerte sich 2008 trotz Wirtschaftskrise um 13,7% auf 20,3 Mio CHF. Damit wurde die eigene Guidance einer Zunahme um mindestens 10% übertroffen. Der Konzern-Reingewinn reduzierte sich um 30,5% auf 17,6 Mio CHF, der den eigenen Aktionären zurechenbare Gewinn beträgt 10,3 Mio CHF nach 18,8 Mio im Vorjahr. Im Gewinn des Vorjahres enthalten waren einmalige Finanzerträge von rund 12 Mio CHF aus dem Verkauf der Anteile an Radio Energy und Radio Ri.


Höhere ordentliche Dividende
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von 0,57 CHF vor. 2008 erhielten die Anteilseigner neben einer ordentlichen Ausschüttung von 0,38 CHF noch eine Sonderdividende von 1,00 CHF.


Umsatz um knapp 12 Prozent gesteigert
Den Umsatz steigerte Goldbach Media im letzten Jahr um 11,8% Prozent auf 264,9 Mio CHF. Markant ist insbesondere die Steigerung, welche Goldbach Media beim Verkauf von Werbung im Internet erzielte. Mit 80,2 Mio CHF wurden bereits 30,3% des Gesamtumsatzes mit Internetreklame, Suchmaschinenoptimierungen, auf Smartphones optimierte Werbemassnahmen und in Computerspiele integrierter Werbung erzielt. Im Vorjahr betrug der Anteil erst 23% und verglichen mit 2004 hat sich der Umsatz gar fast vervierfacht.


Erfolgsbasierte Werbung
Das Wachstum bei der Online-Werbung ist zwar auch auf die zugekauften Geschäftsaktivitäten in Kroatien, Slowenien, Polen, Tschechien, Rumänien und Russland zurückzuführen. Doch selbst bereinigt um diese Akquisitionen wäre der Umsatz dieses Segments immer noch um über 15% gestiegen. Mit der Vermarktung von Werbemöglichkeiten auf dem Internet will Goldbach Media auch in der Schweiz weiter wachsen. Besonders erfolgsbasierte Werbemöglichkeiten, also etwa Banner, die nur aufgrund von gewissen Suchanfragen geschaltet werden, würden immer stärker nachgefragt, sagte Goldbach-Chef Klaus Kappeler am Donnerstag vor den Medien.


Guter Start ins 2009 – 10 Prozent Wachstum angepeilt
Trotz schwieriger Konjunkturlage zeigte sich Kappeler mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich. «Wir sind sehr positiv gestartet», so der CEO erfreut. Gesamthaft strebe Goldbach eine weitere Umsatzsteigerung von 10% an, wobei für das Online-Segment zweistellige Wachstumsraten erwartet würden. Ebenfalls um 10% soll im laufenden Jahr der EBIT zulegen.


TV-Werbung starkes Standbein
e nach Wechselkursentwicklung soll gemäss Kappeler mit der Internetwerbung 2009 bereits bis zu 40% des Goldbach-Umsatzes erzielt werden. Doch auch bei der Radio- und TV-Werbung glaubt das Unternehmen, noch weiter zulegen zu können. Besonders die Vermarktung von Werbeplätzen am Fernsehen erweist sich als starkes Standbein der Goldbach Media Gruppe: Um 5,9% erhöhte sich der Umsatz mit Spots auf privaten Fernsehsendern. Kappeler geht allerdings davon aus, dass bis in drei Jahren das Internet-Geschäft für Goldbach wichtiger ist als jenes mit TV-Werbung.


Wegfall von Radio Energy
Beim Verkauf von Werbezeit am Radio hatte die Goldbach-Gruppe vergangenes Jahr den Wegfall des Vermarktungsauftrags für Radio Energy zu verkraften. Dadurch sank der mit Radiowerbung erzielte Umsatz vom 39,4 Mio auf 32,6 Mio CHF. Das Kerngeschäft, die Vermittlung von Radiospots mit nationaler Ausstrahlung, sei aber um rund 4% gewachsen, sagte Kappeler. Noch erzielt Goldbach Media rund drei Viertel seines operativen Ertrags mit Radio- und Fernsehspots. Dieses beiden Geschäftszweige ermöglichen der Werbeverkäuferin aber das schnelle Wachstum bei der Werbung im Internet und die Expansion ins Ausland.


Weitere Zukäufe nicht ausgeschlossen
Nach den Zukäufen im vergangenen Jahr steht 2009 nun die Integration der übernommenen Gesellschaften im Vordergrund. Nichts desto trotz sei aber auch im laufenden Jahr wieder der eine oder andere Kauf geplant, erklärte CEO Kappeler gegenüber AWP. «Wir sind im Gespräch», so der Konzernchef. Obwohl Goldbach Media die Erwartungen der Analysten gut erfüllt hat, stiess der Jahresabschluss an der Börse nur auf beschränkte Resonanz. Goldbach verlieren am Donnerstag Nachmittag 0,6% auf 17,90 CHF, derweil der SPI 0,3% tiefer steht. (awp/mc/ps/01)

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