Goldman Sachs legt die Messlatte hoch – 64 Prozent Gewinnwachstum

Wie die US-Investmentbank am Dienstag mitteilte, stieg ihr Überschuss im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 um 64 Prozent auf 2,48 Milliarden US-Dollar. Die Quartalsdividende werde von 25 auf 35 Cent erhöht. Die Aktie verteuerte sich um 6,18 Prozent auf 149,42 US-Dollar. Im Handelsverlauf hatte sie bei 149,50 Dollar einen neuen Rekordstand erreicht. Nachbörslich legte das Papier weiter zu.

Grossartiges Ergebnis
Auch Lehman Brothers und Bear Stearns werden in dieser Woche Zahlen vorlegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) sei um 84 Prozent auf 5,41 Dollar gestiegen. Die von First Call befragten Aktienexperten hatten im Schnitt mit 3,29 Dollar gerechnet. «Es ist schwer in Worte zu fassen, wie gut das Quartal war, aber wir versuchen es», kommentierte UBS-Analyst Glenn Schorr. «Nicht nur die absolute Zahl war enorm und übertraf die Prognosen um zwei Dollar. Auch die Verteilung über das Unternehmen hinweg war grossartig. Fast jedes Geschäftsfeld hat einen Rekord aufgestellt.» Im klassischen Investmentbanking-Geschäft, der Beratung bei Übernahmen und Fusionen (M&A) sowie der Ausgabe von Aktien und Anleihen, erzielte Goldman Sachs das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

M&A-Geschäft läuft auf Hochtouren
Besser schnitt die Bank nur zum Höhepunkte des Internet-Börsenbooms zur Jahrtausendwende ab. Unterdessen läuft das M&A-Geschäft auf Hochtouren. Wie aus Daten von Thomson Financial hervorgeht, ist das Volumen der in diesem Jahr bereits angekündigten Übernahmen und Fusionen um knapp ein Drittel höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Weltweit beläuft er sich derzeit auf 678 (Vj: 522) Milliarden Dollar. Insgesamt kletterten die Erträge in den drei Monaten des Geschäftsjahres um 61 Prozent auf 10,34 Milliarden Dollar. «Natürlich werden wir nicht in jedem Quartal ein Rekordergebnis im Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen (FICC) abliefern können, aber unsere Resultate von heute unterstreichen den Vorteil, den wir durch unsere breite Plattform haben», sagte Finanzchef David Viniar in der Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Zahlen.

(awp/mc/hfu)

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