Goldpreis knackt erstmals Marke von 1.200 Dollar

Händler erklärten die anhaltende Goldhausse insbesondere mit dem schwachen Dollar. Gegenüber anderen Währungen, so auch zum Euro, hat der Dollar in den vergangenen Monaten stark an Boden verloren. Grund sind nicht zuletzt die rekordniedrigen Zinsen in den USA. Die schwache US-Währung stützt die Nachfrage nach dem gelbem Edelmetall, das vorwiegend in Dollar gehandelt wird.


Starkes Anlegerinteresse
Darüber hinaus verweisen Marktbeobachter seit langem auf ein starkes Anlegerinteresse und eine hohe physische Gold-Nachfrage. Gold gilt traditionell als Schutz vor Geldentwertung. Und die immer noch sehr expansive Geldpolitik vieler grosser Notenbanken schürt bei Anlegern die Angst vor einer mittel- bis langfristig steigenden Inflation. Darüber hinaus gelten die wacklige Konjunkturerholung in vielen grossen Industrienationen und die immer noch unsichere Lage an den Finanzmärkten als Grund für die Goldhausse. Zuletzt hatten Zahlungsprobleme der grössten staatlichen Investmentgesellschaft Dubais für starke Verunsicherung an den Märkten gesorgt.


Optimismus der Anleger mittelfristig ein Risikofaktor
«Der grosse Optimismus der Finanzanleger stellt mittelfristig einen Risikofaktor für den Goldpreis dar», warnt unterdessen die Commerzbank. Das spekulative Interesse sei allerdings immer noch sehr hoch. Unterstützung erhält der Goldpreise derzeit auch von Spekulationen, wonach unter anderem die indische Notenbank ihre Goldreserven weiter aufstocken will. Anfang November erst hatte Indien 200 Tonnen Gold vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gekauft und damit die Goldrally mit angeheizt. (awp/mc/pg/16)

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