Goodyear-Streik in den USA und Kanada

Dies gab die Gewerkschaft bekannt. Es seien insgesamt 15 000 Gewerkschaftsmitglieder beteiligt. Zwölf der bestreikten Betriebe befinden sich in den USA und vier in Kanada, berichtete die Goodyear Tire and Rubber Company.


Reifenlager zur Sicherheit bereits aufgestockt
Das Unternehmen will die Betriebe mit Angestellten weiter betreiben. Goodyear beliefert fast alle Autohersteller in Nordamerika. Die Gesellschaft hatte bereits die Reifenlager angesichts des Ausstands aufgestockt. Grosskunden wie Chrysler und General Motors haben nach Ansicht von Autoexperten keine Probleme zu erwarten, falls der Ausstand nicht allzu lange dauern sollte.


Nicht mit Gewerkschaft geeignet
Die Gewerkschaft begründete den Ausstand damit, dass Goodyear weitere Werke schliessen wolle. Goodyear hat auch andere Konzessionen von seinen Mitarbeitern verlangt. Die USW vertritt insgesamt 850.000 amerikanische Arbeiter, davon insgesamt 70.000 Beschäftigte in der Reifenindustrie. Die Gewerkschaft konnte sich mit Goodyear auch nicht auf andere Konditionen für einen neuen dreijährigen Tarifvertrag einigen.


„Die Gesellschaft liess uns keine Wahl“
„Die Gesellschaft liess uns keine Wahl“, erklärte USW-Vizepräsident Ron Hoover. Man könne keine weiteren Werksschliessungen zulassen, nachdem man der Gesellschaft vor drei Jahren mit Zugeständnissen beim Überleben geholfen habe. Die Schliessung von weiteren Werken würde nur zusätzliche Stellenverluste bedeuten und die dortigen Orte schwer treffen.


Tarifvorschlag von Goodyear abgelehnt
Die Gewerkschaft habe einen umfassenden Tarifvorschlag von Goodyear abgelehnt, betonte hingegen der Reifenkonzern. Das Angebot hätte die Wettbewerbsposition des Unternehmens verbessert. Gleichzeitig wäre Goodyear erhebliche Verpflichtungen für die Fertigung in Nordamerika eingegangen. Man könne einfach keinen Vertrag akzeptieren, der wissentlich Wettbewerbsnachteile gegenüber den im ausländischen Besitz befindlichen Konkurrenten schaffe und die Kostennachteile gegenüber den Importen vergrössere.


Bereitschaft für weitere Verhandlungen signalisiert
Der Goodyear-Unterhändler Jim Allen betonte, man sei bereit, weiter zu verhandeln. Zwischenzeitlich habe man die Streikplanungen in den betroffenen Werken umgesetzt. Man arbeite daran, die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren. (awp/mc/ab)

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