Google-Gründer schürt Ängste vor Yahoo!-Übernahme durch Microsoft

Er bezog sich dabei insbesondere auf das Instant Messaging und den webbasierten Mailverkehr. Microsoft ist zwar vorerst mit seinen Plänen gescheitert, Yahoo! zu übernehmen, war dem Management doch der gebotene Preis von 47,5 Milliarden Dollar zu niedrig. Doch nun hat Microsoft einen neuen Annäherungsversuch gestartet und will mit Yahoo! in anderer Form zusammenarbeiten. Später sei auch eine Übernahme denkbar, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer.


Ziel Marktmacht von Google brechen
Ziel des Übernahmeversuchs war es, die Marktmacht von Google im Online-Anzeigengeschäft zu brechen. Google ist mit weitem Abstand Marktführer bei Suchmaschinen, worüber sich wiederum Anzeigen gezielt vermarkten lassen. Dagegen hat Microsoft das Milliardengeschäft verschlafen; Internet-Pionier Yahoo! fiel technologisch zurück.


Kritik nicht ganz uneigennützig
Pages Kritik ist somit nicht ganz uneigennützig, verhandelt sein Unternehmen doch zudem mit Yahoo! über eine Partnerschaft im Anzeigengeschäft. In einem zweiwöchigen Test wurden Google-Anzeigen in Yahoo!-Suchergebnissen präsentiert – mit Erfolg. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Wettbewerbsbehörden eine Kooperation nur unter schweren Auflagen tolerieren würden, beherrschen die beiden Unternehmen doch zusammen mehr als 80 Prozent des US-amerikanischen Suchmaschinen-Markts und sind auch weltweit führend. Page wies die Bedenken zurück. Es gebe Wege, die Kooperation mit Yahoo! so aufzubauen, dass sie annehmbar sei, «besonders unter den Alternativen, die sie haben und die auch nicht grossartig sind.» (awp/mc/gh)

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