Grafische Industrie muss Preise nach oben anpassen

Dies teilte Viscom am Dienstag mit. Die im Zuge der Marktöffnung angekündigten Strompreiserhöhungen von bis zu 20 Prozent, die im Vorjahresvergleich markant höheren Erdölpreise und die damit verbundenen höheren Transportkosten sowie die signifikant angestiegenen Papierpreise (zusätzliche Preiserhöhung auf den 1. Oktober 2008 von 6 Prozent und mehr) zwingen die Druckindustrie ihre Preise anzupassen.  Viscom macht darauf aufmerksam, dass sich die Preise für Druckerzeugnisse in der Schweiz real seit dem Jahr 2000 zurückgebildet haben und die Branche dementsprechend unter einer permanenten Ertragsschwäche leidet. Viscom erwartet für 2009 Preiserhöhungen zwischen 6 und 9 Prozent. 


Schwache Branchenkonjunktur
Die grafische Industrie bekam im dritten Quartal das allgemein verschlechterte konjunkturelle Umfeld deutlich zu spüren. Die reale Bruttowertschöpfung ging im Vorjahresvergleich um 1.7 Prozent zurück. Hierbei hat sich die Nachfrage grafischer Erzeugnisse sowohl von binnen- als auch von aussenwirtschaftlicher Seite markant abgeschwächt.


Q3-Produktion rückläufig
Die im dritten Quartal insgesamt rückläufige Produktion grafischer Erzeugnisse wird durch den verstärkten Abschwung bei den Papierimporten bestätigt. Die negative Wertschöpfungsentwicklung der grafischen Industrie dürfte im restlichen Jahresverlauf 2008 und 2009 anhalten. Hierbei zeichnet sich eine Akzentuierung des im dritten Quartal eingeleiteten Abwärtstrends ab. So dürften die negativen realwirtschaftlichen Rückwirkungen der Belastungsfaktoren – Finanzkrise und Hausse der Rohstoffpreise – die Nachfrage nach grafischen Erzeugnissen zunehmend drücken. Dies gilt insbesondere für die durch die Werbebranche induzierte Nachfrage, werden doch die Werbebudgets in Phasen des konjunkturellen Abschwungs erfahrungsgemäss als erstes gekürzt.  (viscom/mc/ps)

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