Greenpeace nimmt auch Gösgen-Aktionäre in die Pflicht

Schwerwiegende Unfälle haben die Umgebung von Majak massiv radioaktiv verstrahlt, wie die Umweltorganisation Greenepace in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Demnach wird auch im laufenden Betrieb noch immer Atommüll direkt in die Gewässer und die Luft geleitet. Mitte November war eine Delegation von Greenpeace vor Ort und hat Strahlenwerte so hoch wie in Tschernobyl gemessen.


Axpo verspricht mehr Transparenz
Bis jetzt musste sich vor allem die Axpo als Besitzerin des AKW Beznau der öffentlichen Kritik stellen und hat versprochen, volle Transparenz rund um die Bezüge von Brennmaterial herzustellen. Heute macht nun Greenpeace auch die Aktionäre des AKW Gösgen auf ihre Verantwortung aufmerksam. In einem offenen Brief werden sie aufgefordert, sich ebenfalls für vollständige Transparenz bezüglich der Majak-Geschäfte einzusetzen und Verantwortung für die massiven Schäden zu übernehmen, die für Menschen und Umwelt vor Ort entstehen. Für Greenpeace sind diese Geschäfte klar nicht tragbar.


Indirekt auch EWs und Kantone an Gösgen beteligt
Direkte Aktionäre des AKW Gösgen sind Alpiq, CKW, ewb, Axpo und die Stadt Zürich am AKW Gösgen. Indirekt sind aber auch verschiedenste Elektrizitätswerke und Kantone am Kraftwerk beteiligt. In der Deutschschweiz sind es zum Beispiel die Kantone Bern, Solothurn, Luzern, Uri oder Zug sowie die Stadt Aarau. In der Romandie sind die Kantone Genf, Waadt, Wallis, Neuenburg und Fribourg ebenfalls beteiligt. (greenpeace/mc/ps)

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