Grosse Einkommens-Unterschiede bei Bergbauern

Seit 1998 nahm dieser Betrag lediglich um 2% zu. Das Einkommen ist damit praktisch konstant geblieben, wie eine am Montag veröffentlichte Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) zeigt. Deutlich besser präsentiert sich die ökonomische Situation in der zumeist tiefer gelegenen Bergzone II: Diese Betriebe erzielten 2007 ein Einkommen von 31’790 CHF, das sind 23% mehr als 1998. Viele konnten etwa ihren Hof vergrössern und damit ihr Einkommen steigern, wie die ART mitteilte.


Stagnierende Einkommen 
Die beträchtlichen Unterschiede erklärt die Forschungsanstalt in erster Linie damit, dass mit zunehmender Höhenlage eines Betriebes wichtige Kostenpositionen für Maschinen und Geräte sowie Gebäude und Futtermittel stärker zugenommen haben als der Verkauf hofeigener Produkte. Während die Einkommen in der Bergzone IV zwischen 1998 und 2007 stagnierten, konnten die betreffenden Betriebe ihre Einnahmen aus Tätigkeiten ausserhalb der Landwirtschaft um rund 75% steigern. Das Gesamteinkommen der Betriebe der obersten Bergzone nahm damit seit 1998 um 25% oder 12’600 Franken zu.


Betriebliche Diversifikationen angesagt
Diese Steigerung liegt 16% über den Werten der Bergzone II und 11% über jenen der Bergzone III, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Gegen 40% haben ihren Betrieb diversifiziert, indem sie Milch oder Fleisch selber verarbeiten und direkt vermarkten oder aber Schneeräum- oder Waldarbeiten im Dienste der Gemeinden ausführen. Die ART-Untersuchung zur wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe in der Bergregion beruht auf den Daten von rund 3500 erfassten Landwirtschaftsbetrieben. Die Stichprobe für das Berggebiet umfasste im Jahr 1998 total 953 Betriebe, im Jahr 2007 waren es 843 Betriebe. (awp/mc/ps/24)

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