GV Credit Suisse: Kritik an Managerlöhnen

Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten die beantragte Dividende von CHF 2.00 pro Aktie, die am 4. Mai 2006 ausbezahlt wird. An der Generalversammlung sind auch alle weiteren Anträge des Verwaltungsrats angenommen worden.


Thornburgh neu im VR
Richard E. Thornburgh wurde neu in den Verwaltungsrat der Credit Suisse Group gewählt. Zudem wählten die Aktionäre Walter B. Kielholz und Hans-Ulrich Doerig für eine weitere Amtszeit von drei Jahren. In seiner konstituierenden Sitzung bestätigte der Verwaltungsrat Kielholz als Präsident und Doerig als Vizepräsident und bestimmte die Mitglieder der Ausschüsse.


Entscheidendes Jubiläumsjahr
In seiner Rede betonte Walter B. Kielholz, Präsident des Verwaltungsrats: „2005 hat die Credit Suisse Group viel erreicht. Wir haben eine integrierte globale Organisation geschaffen und gleichzeitig die Profitabilität der Credit Suisse Group gesteigert. Unser Jubiläumsjahr 2006, in dem wir unseren 150. Geburtstag feiern, wird entscheidend für unser Unternehmen. Wir setzen unsere neue schlagkräftige Strategie in die Tat um und treten seit Januar 2006 unter der einheitlichen Marke Credit Suisse in Erscheinung. Es gilt nun, diese Vorteile zu nutzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit weltweit weiter zu festigen und für unsere Kunden und Aktionäre Mehrwert zu schaffen.“


Kritik an Managergehältern
Die Aktionäre kritisierten an der GV im Hallenstadion die Führungsetage heftig. Im Mittelpunkt standen dabei die Gehaltsforderungen der obersten CSG-Manager. Ein Aktionär erklärte unter tosendem Applaus des Publikums, diese seien angesichts der Kursentwicklung der Credit-Suisse-Aktie in den letzten zehn Jahren nicht gerechtfertigt. Vorallem die so genannten Anreizeinheiten (Performance Incentive Plan Units), die je nach Erreichung der Ziele nach fünf Jahren in eine bestimmte Anzahl CS-Aktien umgewandelt werden, stiessen den Aktionären sauer auf.


101,6 Mio. Franken für Geschäftsleitungsmitglieder
Die Anzahl Aktien, die pro Anreizeinheit geliefert werden, basiert auf einer im Voraus festgelegten Skala und ist abhängig von der Kursentwicklung der Aktie im Vergleich mit Konkurrenzunternehmen. Wieviel dies für 2005 ist, steht nicht im Geschäftsbericht. Es wird lediglich aufgeführt, dass CS-CEO Oswald Grübel und seine fünf Geschäftsleitungskollegen 101,6 Millionen Franken (davon 46,2 Millionen Franken in bar) und 816?000 Anreizeinheiten bekommen haben. Optionen wurden keine gewährt. Der gesamte Verwaltungsrat strich 20,5 Millionen Franken ein (davon 11,1 Millionen in bar). Den Löwenanteil von 12,1 Millionen Franken (davon 7,1 Millionen in bar) bekam Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz. (mc/pg)

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