Hewlett-Packard mit Gewinnplus

Der Umsatz schrumpfte auch wegen des anhaltenden Preisverfalls im PC-Markt um acht Prozent auf 30,8 Milliarden Dollar. Die weiterhin schwache Nachfrage bei Unternehmenskunden und der Trend zu Billig-Notebooks prägten das Geschäft in diesem Bereich auch in den vergangenen Monaten. Während im Jahresvergleich acht Prozent mehr Geräte abgesetzt wurden, sank der Quartalsumsatz um zwölf Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn fiel um ein Viertel auf 460 Millionen Dollar.


PC-Verkaufspreise stabilisieren sich
Die durchschnittlichen Verkaufspreise für PCs hätten sich in dem Quartal allerdings schon stabilisiert, sagte HP-Finanzchef Cathie Lesjak der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der massive Preisdruck macht derzeit der gesamten PC-Branche zu schaffen.


Im Service-Bereich kräftig zugelegt
Während das Geschäft mit Computern, Druckern und Software rückläufig war, legte HP im Service-Bereich abermals kräftig zu. Auch unterstützt durch die jüngste Übernahme des IT-Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) (EDS) im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um acht Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn schoss um 48 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar hoch. Die Integration von Electronic Data Systems (EDS) verlaufe schneller als geplant, hiess es.


Bestens aufgestellt
«Das Unternehmen kommt im Unternehmensbereich in Schwung, während seinesgleichen, vor allem Dell, an Antrieb verlieren», sagte Bill Kreher, Analyst bei der Investmentfirma Edward Jones & Co. Mit seiner Ausrichtung sowohl auf Konsumenten als auch Unternehmenskunden sei Hewlett-Packard für das in Kürze erhoffte Anziehen des Marktes bestens aufgestellt.


Hoffen auf Windows 7
Die PC-Hersteller setzen auch auf das neue Betriebssystem Windows 7 von Microsoft und darauf, dass auch Unternehmen in grossem Stil ihre Computer austauschen werden. Windows 7 werde gut am Markt angenommen, sagte HP-Chef Mark Hurd. Allerdings hatte das neue Windows mit dem Start im Oktober noch praktisch keinen Einfluss auf das Geschäft im vergangenen Quartal.


Einbruch bei Druckern
Bei Druckern, dem traditionellen zweiten HP-Standbein, schrumpfte der Quartalsumsatz um 15 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Die Zahl der verkauften Geräte sank um ein Fünftel, bei gewerblich genutzten Geräten gab es sogar einen Einbruch von 38 Prozent. Den operativen Gewinn konnte HP aber stabil bei 1,2 Milliarden Dollar halten. Das Unternehmen setzt unter anderem auf Druck-Stationen in Wal-Mart- Supermärkten, um das Geschäft anzukurbeln.


HP will 3Com übernehmen
Um das Hardware-Geschäft zu stärken, will HP den Netzwerk- Spezialisten 3Com kaufen. Der Konzern erhoffe sich dadurch unter anderem Zuwächse in China, sagte Hurd. Das Geschäft in China legte um mehr als 20 Prozent zu. Insgesamt macht Hewlett-Packard rund 64 Prozent seines Umsatzes ausserhalb der USA.


Jahresgewinn um 8 % gesunken
Im gesamten Geschäftsjahr schrumpfte der Gewinn um acht Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 114,8 Milliarden Dollar zurück. HP ist mit einem Marktanteil von inzwischen rund 20 Prozent seit rund drei Jahren weltgrösster PC-Hersteller und hatte damals den langjährigen Spitzenreiter Dell vom Thron gestossen. (awp/mc/pg/01)

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