Hiestand: Aktionariat stimmt für Fusion mit IAWS – Zusammenschluss zu Aryzta

Die beiden Unternehmen werden zusammen den Aryzta-Konzern bilden. Die Aktionäre der IAWS sowie die Übernahmekommissionen diverser Länder haben bereits grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben. Die Aktien des neuen Konzerns werden bereits am Freitag an den Börsen in Zürich und Dublin gehandelt.


Lion Capital-Prämie umstritten
Dass die Hiestand-Aktionäre der Fusion zustimmen würden, war bereits vor der ausserordentlichen Generalversammlung klar. Nachdem IAWS nämlich die Hiestand-Aktien der britische Kapitalgesellschaft Lion Capital übernommen hat, verfügte sie über die Stimmehrheit beim Schweizer Backwarenkonzern. Dass Lion Capital dafür, dass sie IAWS ihr 33%-Aktienpaket abtrat, eine Prämie von 30 Mio EUR erhielt, stiess jedoch bei einzelnen Hiestand-Aktionären auf Kritik.


8,06 % Nein-Stimmen
Ein Vertreter diverser institutioneller Anleger bezeichnete diesen Aufpreis an der GV als nicht nachvollziehbar. Er rief die anwesenden Aktionäre dazu auf, gegen die Fusion zu stimmen, um zu zeigen, dass sie mit dem angebotenen Austauschverhältnis nicht zufrieden sind. 8,06% der an der Versammlung vertretenenen Aktionärsstimmen waren schliesslich Nein-Stimmen.


Hiestand ohne Einfluss auf Lion Capital-Prämie
Zuvor hatte Hiestand-Verwaltungsratspräsident Wolfgang Wehrle darauf hingewiesen, dass Hiestand keinen Einfluss auf die Höhe der Prämie gehabt habe, welche IAWS der Lion Capital bezahlt hatte. Es sei aber üblich, dass für Aktienpakete von strategischer Bedeutung Zuschläge bezahlt werden.


Ein Fall für den Richter
Mit dem den Hiestand-Aktionären angebotenen Austauschverhältnis werden sich indes auch noch die Richter beschäftigen. Bereits vor der GV wurde eine Klage angekündigt, aufgrund derer ein Gericht prüfen muss, ob das Umtauschverhältnis von 36 Aryzta-Aktien für einen Hiestand-Titel angemessen ist oder nicht. Würden die Richter das Verhältnis als zu tief beurteilen, bekämen alle Hiestand-Aktionäre nachträglich eine Ausgleichszahlung zugesprochen. (awp/mc/pg/26)


 

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