HSBC gibt Übernahmepläne für Nedbank auf

Sie hätten aber nichts damit zu tun, dass HBSC nach der Sondierung der Nedbank unzufrieden gewesen sei. Die Aktie von Old Mutual verlor am Vormittag 6,75 Prozent an der Londoner Börse, HSBC-Aktien gewannen 0,65 Prozent dazu. Die Überprüfung der Geschäfte der Nedbank habe sich für die HSBC schwieriger als gedacht gestaltet, hatte zuvor die «Financial Times» (Freitag) unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise geschrieben. Besonders die Kreditrisiken im Privatkundengeschäft könnten dem Blatt zufolge der Grossbank übel aufgestossen sein. Die Übernahme der Nedbank durch HSBC sollte fünf Milliarden britische Pfund (5,68 Mrd Euro) kosten.


Bieterrennen wieder offen
Nun haben andere Interessenten wieder die Möglichkeit, für Nedbank zu bieten. Als heisser Kandidat gilt die auf Schwellenländer spezialisierte britische Bank Standard Chartered, die bereits vor einiger Zeit Interesse an der Nedbank bekundet hatte. Erst in dieser Woche hatte StanChart eine Kapitalerhöhung im Umfang von 3,3 Milliarden Pfund angekündigt. Bank-Chef Peter Sands erklärte zwar, dass sein Unternehmen grundsätzlich eher an organischem Wachstum interessiert sei. Branchenbeobachter gehen aber davon aus, dass StanChart wieder ins Rennen gehe, wenn Old Mutual seine Preisvorstellungen reduziert. Der Versicherer kündigte an, nun weitere Optionen für Nedbank zu prüfen. (awp/mc/ps/16)

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