Huber+Suhner steigert Umsatz in den ersten 9 Monaten deutlich

Darüber hinaus spürt auch Huber + Suhner erste Auswirkungen einer konjunkturellen Abkühlung. Der Umsatz wurde währungs- und portfoliobereinigt um 7% auf 586,3 (VJ 548,5) Mio CHF gesteigert. In Lokalwährungen lag das Umsatzplus bei 14%. Der Bestellungseingang erhöhte sich um 0,3% auf 600,4 (598,8) Mio CHF, wobei hier die Zunahme währungsbereinigt 7% erreicht, wie die in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Gruppe am Dienstag mitteilt.


Über den Erwartungen des Marktes
Damit hat Huber+Suhner die Markterwartungen klar übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 569,1 Mio CHF und für den Auftragseingang bei 588,3 Mio CHF.


Niveau im Kommunikationssegment gehalten
Huber + Suhner habe den Wachstumskurs in einem schwierigen Umfeld gehalten. Im grössten Markt Kommunikation (+/- 0%) sei das hohe Niveau gehalten worden, während die Kernmärkte Transport (Umsatz +25%) und Industrie (+16%) zweistellig zugelegt hätten. Die Ausgewogenheit nach Marktsegmenten habe damit weiter zugenommen.


Preisdruck der Netzwerkbetreiber im Mobilfunk
Von den Geschäftsbereichen verzeichnete der grösste, der Bereich Hochfrequenz, einen leichten Rückgang sowohl des Umsatz (-0,6%) als auch des Bestellungseingangs (-3,4%). Auch im dritten Quartal sei der Bereich einem starken Preisdruck der Netzwerkbetreiber im Mobilfunk ausgesetzt gewesen. Die neuen Produkte für Industrieanwendungen und den Bahnenmarkt seien aber gut aufgenommen worden.


Erfolge «Fiber-to-the-home»-Markt
Der Bereich Fiberoptik setzte 7,7% mehr um und erhielt 11,2% mehr Aufträge. Als Wachstumstreiber nennt Huber + Suhner Erfolge mit Systemlösungen für den schnell wachsenden «Fiber-to-the-home»-Markt sowie für Antennenzuleitungen und erste Erfolge in Industrieanwendungen.


Starkes Umsatzwachstum im Bereich Niederfrequenz
Der zweitgrösste Bereich Niederfrequenz verzeichnete ein markantes Umsatzplus von 17,2%, wogegen der Bestellungseingang (+0,8%) praktisch stagnierte. Ohne Währungs- und Portfolioeffekte hätte das Umsatzwachstum gar bei 34% gelegen. Das Wachstum wird hier vor allem auf Aufträge aus bisher nicht belieferten Ländern sowie auf eine hohe Nachfrage in den Märkten Solar, Automobil und Bahnen zurückgeführt.


Prognosen für 2008 bestätigt
Für das Gesamtjahr 2008 hat Huber+Suhner die bisherigen Prognosen bestätigt. Demnach soll der Umsatz im Gesamtjahr auf rund 760 Mio CHF zu liegen kommen und das Betriebsergebnis soll wie geplant den Rekord-Vorjahreswert übertreffen. Der Reingewinn dagegen wird wegen der auch im zweiten Semester «ungünstigen» Währungseffekte den Vorjahreswert nicht erreichen.


Auswirkungen der Finanzkrise nur schwer abschätzbar
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Märkte von Huber + Suhner seien derzeit schwer abschätzbar. Einer allgemeinen konjunkturellen Abkühlung werde man sich «nicht ganz» entziehen können und erste Anzeichen dazu seien in den Automobilanwendungen erkennbar. Dank der Diversifizierung in Nischenmärkte hege man jedoch «berechtigte Hoffnungen», negative Konjunktureinflüsse ausreichend kompensieren zu können.


Im Bahnenmarkt beispielsweise sei die Auftragspipeline auch für 2009 gut gefüllt. Zudem sei davon auszugehen, dass die Anbindungen der privaten Haushalte an das Breitbandnetz (Fiber-to-the-home) in verschiedenen Ländern vorangetrieben werde. In mehreren industriellen Nischenmärkten seien dieses Jahr innovative Produkte eingeführt worden, nennt Huber + Suhner als weiteren positiven Aspekt. Ausserdem soll der Ausbau der Vertriebsorganisation in Indien, im Nahen Osten oder in Russland weitere Früchte tragen. (awp/mc/pg/08)

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