IBM-Computer fordert die besten Jeopardy!-Spieler heraus

Zwei Spiele werden jeweils über drei Tage ausgetragen. Sollte «Watson» den Hauptpreis in Höhe von 1 Mio. Dollar gewinnen, wird das Preisgeld an wohltätige Gesellschaften gespendet.


Ultimative Herausforderung
«Watson», genannt nach dem IBM Gründer Thomas J. Watson, wurde von einem IBM Forschungsteam mit dem Ziel gebaut, ein Frage-Antwort-Computersystem zu entwickeln, dass sich mit dem Menschen in der Beantwortung von in natürlicher Sprache gestellten Fragen messen kann. Die Quizshow Jeopardy! bietet in dieser Hinsicht die ultimative Herausforderung, da die im Spiel gegebenen Hinweise Wortspiele, versteckte Bedeutungen, Ironie, Rätsel und ähnliche semantische Komplexitäten enthalten, bei der das menschliche Gehirn Computern bislang weit überlegen war.


Ausgeklügelte Frage-Antwort-Technologie 
Nach vier Jahren Forschung und Entwicklung glauben wir, dass ‹Watson› für diese Herausforderung bereit ist dank seiner Fähigkeit, Jeopardy!-Hinweise schnell zu interpretieren, Informationen zu analysieren, präzise Antworten zu formulieren und die nötige Sicherheit zu entwickeln, sich auf eine korrekte Antwort festzulegen», so Dr. David Ferrucci, Leiter des «Watson»-Forschungsteams bei IBM Research. Die ausgeklügelte Frage-Antwort-Technologie von «Watson» läuft auf einem IBM POWER7 Server, der hinsichtlich der Verarbeitung einer immensen Anzahl von Aufgaben optimiert ist, die «Watson» in Höchstgeschwindigkeit ausführen muss, um die komplexen Sprachhinweise auszuwerten und korrekte Antworten zu liefern.


Vielfältige Fähigkeiten gefordert 
«Um in Jeopardy! zu überzeugen, sind mehrere Fähigkeiten gefordert und es wird faszinierend sein zu sehen, ob ein Computer in der Lage ist, sich gegen die beiden besten Spieler zu behaupten», erklärt Harry Friedman, der Produzent von Jeopardy!. Um «Watson» auf den Wettbewerb vorzubereiten wurden in diesem Herbst bereits über 50 Testspiele gegen frühere Jeopardy!-Gewinner ausgetragen. Der Computer hat dabei auch dieselben Qualifikationsrunden absolviert, die für alle Kandidaten gelten.


Auf den Spuren von Deep Blue 
1997 gelang es einem Grossrechner erstmals, in einem Mensch-gegen-Maschine-Wettbewerb zu gewinnen. Der IBM Rechner mit dem Namen Deep Blue war in der Lage 200 Millionen mögliche Schachzüge pro Sekunde zu berechnen und schaffte es so, in einem Schachwettbewerb den damaligen Weltmeister Garry Kasparov zu besiegen. «Watson» verfügt nicht nur über mehr Rechenkapazität, sondern beruht auch auf einem fundamental neuen Ansatz: Durch den Einsatz von dynamischer, intelligenter Software ist das System fähig offene, komplexe Fragestellungen wie diejenigen in JEOPARDY! zu lösen und bringt damit die Computerfähigkeiten einen Schritt näher an die kognitiven Fähigkeiten des Menschen. (IBM/mc/ps)

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