IBM lässt Computer gegen Menschen in US-Quizshow antreten

Seit fast zwei Jahren haben IBM Forscher an dem neuartigen, hochentwickelten Frage-Antwort-System gearbeitet, wie «Big Blue» am Montag mitteilte. Das System mit dem Decknamen «Watson» wird den Wissenschaftlern zufolge in der Lage sein, komplexe Fragestellungen zu verstehen und mit genügend hoher Genauigkeit und Geschwindigkeit beantworten zu können, um in der Quizshow Menschen anzutreten.


Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme intelligenter gestalten
«Die Basis, um Entscheidungen zu treffen, ist die Fähigkeit, Muster in riesigen Datenmengen zu erkennen, verschiedene Wahlmöglichkeiten und Optionen zu sondieren und abzuwägen, sowie schnell und präzise zu reagieren», sagt Sam Palmisano, Chief Executive Officer der IBM. Er fügt an: «Das IBM-System ‹Watson› ist ein eindrückliches Beispiel, das aufzeigt, wie wir mit der verfügbaren Computerleistung und fortschrittlichen Analysetechniken Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme intelligenter gestalten können. Das Projekt steht auch für unser Bekenntnis zu explorativer Forschung und unserem Anspruch, komplexe Herausforderungen in Wissenschaft und Technologie zu lösen.»


Garry Kasparov unterliegt Deep Blue
1997 gelang es einem Grossrechner erstmals, in einem Mensch-gegen-Maschine-Wettbewerb zu gewinnen. Der IBM-Rechner mit dem Namen Deep Blue war in der Lage 200 Millionen mögliche Schachzüge pro Sekunde zu berechnen und schaffte es so, in einem Schachwettbewerb den damaligen Weltmeister Garry Kasparov zu besiegen. «Watson» verfügt nicht nur über mehr Rechenkapazität, sondern beruht auch auf einem neuen Ansatz: Durch den Einsatz von dynamischer, intelligenter Software ist das System fähig offene, komplexe Fragestellungen wie diejenigen in Joepardy! zu lösen und bringt damit die Computerfähigkeiten einen Schritt näher an die kognitiven Fähigkeiten des Menschen. (ibm/mc/ps)

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