IfW sieht Tiefpunkt der Weltkonjunktur erreicht

Dies  schreibt das IfW in einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose. Für das laufende Jahr erwartet das IfW einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der Welt von 1,5 Prozent. Im März war noch lediglich ein Rückgang von 0,8 Prozent prognostiziert worden. Für das kommende Jahr hob das IfW jedoch seine Prognose von bisher plus 2,1 Prozent auf 2,3 Prozent leicht an. 


Eurozone: IfW erwartet für 2009 stärkeren Einbruch als bisher
Das IfW erwartet für den Euroraum im Jahr 2009 einen deutlicheren Einbruch der Konjunktur als bislang. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im laufenden Jahr um 4,3 Prozent sinken, teilte das IfW am Donnerstag in Kiel mit. Im März hatte das Institut noch einen Rückgang von 3,3 Prozent erwartet. Für das kommende Jahr erwartet das Institut wieder einen Anstieg von 0,4 Prozent, nachdem es im März noch einen Rückgang von 0,2 Prozent prognostiziert hatte.


Irland am härtesten betroffen
Den stärksten Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone wird demnach Irland mit ein Rückgang von 9,0 Prozent erleiden. Irland ist aufgrund seines grossen Bankensektors besonders hart von der Finanzkrise betroffen. Den zweithöchsten Rückgang verbucht der Prognose zufolge das stark exportabhängige Deutschland mit 6,0 Prozent. Ein leichtes Wirtschaftswachstum wird es im Jahr 2009 laut IfW nur in Zypern mit 0,2 Prozent geben.


Deutschland: IfW senkt Wachstums-Prognose für 2009 kräftig  
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland kräftig gesenkt. Für das laufende Jahr sei mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 6,0 Prozent zu rechnen, teilte das Institut am Donnerstag in Kiel mit. Bislang waren die Forscher von einem wesentlich moderateren Minus um 3,7 Prozent ausgegangen. Für 2010 hob das IfW seine Prognose indes an. So wird nun von einem leichten Wachstum um 0,4 Prozent ausgegangen, nachdem im März noch ein Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert wurde.


Rezession in Deutschland keineswegs überwunden
Wenngleich sich die deutsche Konjunktur zur Jahresmitte 2009 stabilisiert habe, sei die Rezession keineswegs überwunden, begründen die Experten ihre neue Prognose. «Für das Jahr 2009 insgesamt hat sich die Ausgangsbasis gegenüber unserer Prognose vom März erheblich verschlechtert.» So sei die Produktion im ersten Quartal spürbar niedriger ausgefallen als angenommen. Dies sei der Hauptgrund für die erneute Abwärtsrevision für 2009. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschlechtere sich zunehmend, und seitens der Weltwirtschaft gebe es keine klaren Signale für eine Wende zum Besseren. (awp/mc/ps/15)

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