Infranor Inter gibt sich eine neue Struktur – erwartete Umsatzzunahme

In beiden Divisionen wolle man weiter wachsen und der mittelfristigen Zielsetzung eines Gruppenumsatzes von 100-200 Mio CHF näher kommen, sagte VR-Präsident Nicolas Eichenberger an der Bilanzmedienkonferenz. Dabei setze man sowohl auf internes wie auch auf externes Wachstum.


Reingewinn bei 2,2, Umsatz bei 71,3 Mio. Franken
Bereits am 10. Juli hatte Infranor Inter einen Reingewinn von 2,2 (1,1) Mio CHF für das vergangene Geschäftsjahr 2006/07 bekannt gegeben. Der Umsatz stieg um 14% auf 71,3 (62,7) Mio CHF. An der Umsatzsteigerung seien alle Segmente beteiligt gewesen, hiess es. Der Geschäftsbereich Cybelec realisierte allein 42% der gesamten Umsatzzunahme.


Bruttomarge praktisch gehalten
Die Bruttomarge stieg auf Gruppenebene entsprechend dem Umsatz um 14,6%. Prozentual wurde dabei eine Marge von 56,2 (56,5)% realisiert. Der hohe Druck, der auf den Verkaufspreisen lastet, insbesondere bei den Servomotoren, habe durch tiefere Stückkosten kompensiert werden können, heisst es weiter. Konstruktionsänderungen, Skaleneffekte und Wechsel von Zulieferern seien dabei in etwa gleichem Mass beteiligt gewesen.


Höhere Personalaufwendungen
Der Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 13,3% auf 34,2 (30,2) Mio CHF. Die Steigerung begründe sich hauptsächlich mit höheren Personalaufwendungen. Die Produkte-Gesellschaften hätten aufgrund des Wachstums die Personalbestände erhöhen und teils höher qualifizierte Mitarbeiter rekrutieren müssen. Die übrigen Kostensteigerungen seien auf höhere Verkaufsaufwendungen und die Expansion in China zurückzuführen.


EBIT um 8,3 % gesteigert
Der EBIT stieg um 8,3% auf 4,5 (4,2) Mio CHF. Mit einer EBIT-Marge von 6,3% (4,6%) sei man dem mittelfristigen Ziel von über 10% wiederum einen Schritt näher gekommen. Dieses Ziel sollte bei anhaltendem Wachstum innert drei Jahren erreicht werden, erklärte CFO Pius Bernet an der Bilanzmedienkonferenz.


Ausdehnung der Geschäftstätigkeit nach Indien?
Der Umsatz der Gruppe soll mittelfristig auf 100-200 Mio CHF ausgebaut werden, bei einem Finanzierungsgrad durch Eigenkapital zwischen 30-50%. Bei beiden Divisionen strebt das Unternehmen neben organischem Wachstum auch Akquisitionen an. «Wir sind dabei, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen», so Vizepräsident Martin Bölsterli. Zudem stellte Infranor eine geographische Ausdehnung der Geschäftstätigkeit nach Indien in Aussicht. Dabei stehe keine eigene Niederlassung in Indien, sondern die Zusammenarbeit mit einer im indischen Markt verankerten Partnergesellschaft im Vordergrund, sagte Bölsterli auf Anfrage von AWP.


Positive Aussichten
Für das laufenden Geschäftsjahr rechnet Infranor mit einer Umsatzzunahme in der Grössenordnung von 5%, sowie mit einer weiteren Verbesserung des Nettoergebnisses um 20-30%. Für die Geschäftseinheit Infranor geht das Unternehmen auf Grund eines gegenüber dem Vorjahr um 30% erhöhten Bestellungsbestands mit einem profitablen Wachstum im Rahmen des Vorjahrs aus. Die Einheit Cybelec erwarte für das laufende Geschäftsjahr bei gleicher Profitabilität ein weiteres, wenn auch geringeres Umsatzwachstum als im Vorjahr, heisst es weiter.


Aufgrund des ‹guten› Resultats beantragt der Verwaltungsrat der Infranor Inter AG eine Dividendenausschüttung von 7,5 (5)% auf dem Nominalwert oder 1,50 (VJ 1,00) CHF pro Aktie. Die Generalversammlung findet am 13. September 2007 statt. (awp/mc/pg)

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