Innovations: Technologisch innovativ, unternehmerisch bodenständig


In Immenstaad am Bodensee schreibt die Innovations seit 1997 jedes Jahr ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Schwäbische Bodenständigkeit und technologische Innovation scheinen sich gut zu ergänzen.

Von Helmuth Fuchs


Achim Berger
Moneycab: Herr Berger, Sie sind in den drei Märkten Deutschland, Schweiz und Liechtenstein zu Hause. Wo stehen die drei Länder in ihrem Bedarf nach Geldwäscherei Lösungen?

In Deutschland ist das Thema Geldwäscherei momentan nicht sonderlich stark vertreten, es gibt lediglich Einzelaktivitäten. In der Schweiz und in Liechtenstein ist der Bedarf nach Geldwäscherei Lösungen aufgrund der konkretisierten regulatorischen Bestimmungen derzeit wesentlich grösser. Der Markt wird auch längerfristig sehr gut bleiben, da die von vielen Banken realisierten Eigenlösungen mit der fortschreitenden Entwicklung professioneller Produkte nicht mithalten können. Diese Erkenntnis wird sich mit Einführung der Lösungen zunehmend durchsetzen.


«Der Markt wird auch längerfristig sehr gut bleiben, da die von vielen Banken realisierten Eigenlösungen mit der fortschreitenden Entwicklung professioneller Produkte nicht mithalten können.» Achim Berger, Geschäftsführer Innovations



In der Schweiz und in Liechtenstein haben Sie mit der ZKB und der LGT zwei prominente Kunden für Ihre Anti Geldwäscherei Lösung mlds gewonnen. Ist der deutsche Marktschwieriger oder schon zu weit fortgeschritten für mlds?

Wir stehen unmittelbar vor Vertragsabschluss mit zwei weiteren sehr prominenten Banken und werden so unsere Marktposition bei den mittleren und grösseren Banken in der Schweiz weiter ausbauen können. Da „mlds“ stark auf die Bedürfnisse schweizerischer Banken zugeschnitten ist, fokussieren wir uns momentan auf diesen Markt. Aus meiner Sicht ist der deutsche Markt nicht fortgeschrittener, jedoch ist die Nachfrage hier derzeit geringer.


Seit 1997 wachsen Sie über erfolgreiche Projekte mit prominenten Kunden kontinuierlich. Waren Sie nie versucht, das Unternehmen an die Börse zu bringen?

Einen solchen Schritt haben wir uns selbstverständlich überlegt und hatten auch entsprechende Angebote vorliegen. Allerdings hatten wir in den Boom-Jahren der New Economy bereits ein eigenfinanziertes Umsatzwachstum von über 70% pro Jahr. Ein noch stärkeres Wachstum hätten wir organisatorisch kaum bewältigen können. Wir haben uns daher gegen einen Börsengang und für den Erhalt voller unternehmerischer Freiheit entschieden.


Immenstaad am Bodensee tönt nicht gerade nach geografischer Kundennähe. Kein Standortnachteil gegenüber Firmen, die näher an Grosskunden sind?

Im Gegenteil: Wir sind in 90 Minuten in Zürich und in einer Stunde in Liechtenstein. Das schaffen viele Unternehmen aus der Schweiz nicht. Tatsächlich sind für uns die Banken in der Schweiz geografisch wesentlich näher als unsere deutschen Kunden, die in Frankfurt, Köln oder Hamburg ansässig sind.


Sie haben es geschafft, auch im schwierigen Jahr 2002/2003 mit Gewinn zu wirtschaften. Schreiben Sie auch für 2003/2004 schwarze Zahlen und was machen Sie besser als Ihre Konkurrenten?

Auch im aktuellen Geschäftsjahr werden wir deutlich schwarze Zahlen schreiben. Das liegt vor allem daran, dass wir technologisch sehr innovativ aber unternehmerisch seriös und bodenständig sind. Wir haben uns in die Branchen Banken, Handel und Versicherungen diversifiziert und bieten einen gesunden Mix aus Produkten und Individuallösungen. Technologisch sind wir unserer Konkurrenz immer einen Schritt voraus.


Nebst mlds für den Bereich der Geldwäscherei, bieten Sie auch Lösungen für Direktmarketing und Warenwirtschaft. In welchen Bereichen sehen Sie das grösste Wachstum in diesem Jahr?

Sicherlich wird „mlds“ in unserem Produktbereich eine grosse Rolle spielen. Unser neues Produkt „visual rules“, ein grafisches Regelsystem mit Java-Codegenerierung, wird ebenfalls zum Wachstum beitragen können. Wir zielen damit auf Banken, die mit dieser Technologie Themen wie Erkennung von Betrug und Marktmissbrauch, Kreditrisikobewertung, Portfolio-Überwachung sowie Unterstützung in Kundenberatung und Verkauf auf innovative Weise umsetzen können. Hierbei können wir von unserer langjähriger Erfahrung im schweizerischen Private Banking profitieren.


Wenn Sie zwei Wünsche frei hätten, wie würden diese aussehen?

Für unser Unternehmen wünsche ich mir Erfolg bei der Entwicklung und Vermarktung unserer innovativen Lösungen. Privat wünsche ich mir Gesundheit für meine Familie und weiterhin viel Freude an der Arbeit.


Achim Berger: Geschäftsführer Innovations 
Achim Berger, Jahrgang 1969, studierte Technische Informatik an der Berufsakademie Ravensburg. Der Diplom-Ingenieur begann seine berufliche Karriere 1992 als Software-Ingenieur bei der Deutschen Aerospace in Ulm. 1994 wechselte er zur Neurotec Hochtechnologie GmbH, einem Unternehmen, das grosse Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz realisierte. 1997 gründete Herr Berger mit seinen Mitgesellschaftern die Innovations Softwaretechnologie GmbH und übernahm deren Geschäftsführung. In dieser Funktion betreut er seither Kunden aus dem Bankenbereich, vor allem in der Schweiz und in Liechtenstein.
Innovations: Die Firma 




Gründungsjahr: 1997
Mitarbeiter: 63
Umsatz 2002: > 11 Mio. CHF

Innovations Softwaretechnologie GmbH
Ziegelei 7
D-88090 Immenstaad/ Bodensee
Phone: +49 75 45 202 300
Fax: +49 75 45 202 301

http://www.innovations.de

mlds: Die Anti Geldwäscherei Lösung 



Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zu der innovativen Lösung, die zum Beispiel bei der ZKB im Einsatz ist. Weiter…

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