Insolvenz von Japan Airlines steht bevor

Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag, Die staatliche Enterprise Turnaround Initiative Corp (Etic), die mit der Sanierung der grössten Airline Asiens beauftragt ist, dürfte am Dienstag kommender Woche einen Restrukturierungsplan für Japan Airlines (JAL) vorlegen. Am gleichen Tag wird zudem mit der Beantragung von Gläubigerschutz durch die Fluglinie gerechnet. Es ist eine der grössten Insolvenzen in der japanischen Unternehmensgeschichte.


Meinungsumschwung
Die Gläubigerbanken hatten bislang eine Insolvenz abgelehnt und stattdessen eine aussergerichtliche Restrukturierung bevorzugt – aus Sorge um Verluste bei ihren eigenen Aktienbeständen. Ausserdem befürchteten sie, dass die hoch verschuldete Fluggesellschaft dadurch noch mehr Kunden verlieren könnte. Doch nun stimmten sie laut Medien der von der ETIC geplanten Umstrukturierung in der Einsicht zu, dass nur die staatliche Sanierungsgesellschaft die nötigen Milliardenkredite stellen könne. Anderenfalls breche JAL zusammen. Die Banken gaben ihre vorläufige Zustimmung bereits Anfang der Woche.


Schuldenerlass
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo wollen die drei grössten privaten Gläubigerbanken auch einem umfangreichen Schuldenerlass zustimmen. Sie könnten demnach zusammen mit regionalen Banken aufgefordert werden, einen Schuldenerlass von bis zu 350 Milliarden Yen (2,6 Mrd Euro) zu gewähren. Die Schulden von JAL sollen die Vermögenswerte um mehr als die Hälfte übersteigen. Seit Monaten zeichnet sich ab, dass die einstige Staats-Airline ohne einen radikalen Neuanfang nicht überleben kann. Sie kann sich nur mit Notkrediten in der Luft halten. (awp/mc/ps/10)

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