Japan Airlines fliegt erneut in die roten Zahlen

Damals hatte die hochverschuldete Airline einen Fehlbetrag von 40,1 Milliarden Yen zu beklagen. Der Umsatz fiel im abgelaufenen Quartal um ein Viertel auf 429 Milliarden Yen. Derzeit versucht JAL zum vierten Mal seit 2001, Unterstützung vom Staat zu bekommen. «Wir sind relativ stark vom internationalen Geschäft abhängig, und dieser Bereich wurde von der weltweiten Rezession wirklich hart getroffen», sagte JAL-Präsident Haruka Nishimatsu bei der Vorlage der Zwischenbilanz. «Ich denke, wir müssen die Auslandsverbindungen weiter zusammenstreichen.» Wie hoch der Verlust in diesem Jahr insgesamt ausfallen dürfte, wollte das Management nicht mehr beziffern. Vor einiger Zeit hatte JAL noch ein Minus von 63 Milliarden Yen angekündigt. Die Gesellschaft leidet unter ihrer Schuldenlast, defizitären Flugverbindungen und hohen Pensionslasten.


Schuldenberg von umgerechnet rund 10 Milliarden Euro
Jetzt strebt JAL einen Vergleich mit seinen Gläubigern an, bei dem ein Mediator zwischen beiden Seiten vermitteln soll. Dabei geht es um eine Neuordnung der bestehenden Schulden, die sich umgerechnet auf rund 10 Milliarden Euro belaufen. Inzwischen haben die Fluglinien American Airlines und Delta Air Lines Interesse an einer Minderheitsbeteiligung an JAL gezeigt. American Airlines zielt damit auf den Verbleib von JAL im Luftfahrtbündnis Oneworld, der bei einem Einstieg von Delta bei JAL gefährdet wäre. Das JAL-Management stellte nun klar, dass ihm die Mitgliedschaft bei Oneworld derzeit am sinnvollsten erscheine, während es andere Möglichkeiten prüfe. Auch British Airways hatte zwischenzeitlich bestätigt, die Japaner als Bündnispartner bei Oneworld behalten zu wollen. (awp/mc/ps/15)

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