Japan: Deflation hält zehnten Monat in Folge an

Die schwache Nachfrage wurde für die anhaltende Deflation verantwortlich gemacht. Im November waren die Preise noch um 1,7 Prozent gefallen, im August wurde ein Rekordrückgang von 2,4 Prozent verzeichnet. Die sogenannte Kern-Kern-Rate sank um 1,2 Prozent. Hier werden zusätzlich zur Kernrate die Energiepreise herausgerechnet. In Tokio, dessen Daten einen Monat vor der landesweiten Statistik zur Verfügung stehen, fiel die Kernrate im Januar um 2,0 Prozent. Experten hatten mit 1,8 Prozent einen etwas geringeren Rückgang erwartet.


Weitere Konjunkturpakete?
Marktteilnehmer gehen nun davon aus, dass die Regierung von der japanischen Notenbank weitere geldpolitische Unterstützungsmassnahmen erwartet. «Der Rückgang der Kern-Kern-Rate hat sich weiter beschleunigt, daher wird Deflation weiter ein Problem bleiben und die Bank of Japan wird mit ihrem geldpolitischen Kurs fortfahren müssen», sagte ein Volkswirt. Von der Regierung seien nun möglicherweise weitere Konjunkturpakete gefragt, da die Wirtschaft stagniere.


Industrieproduktion im Dezember etwas gestiegen
In Japan ist die Industrieproduktion im Dezember nicht ganz so stark gestiegen wie erwartet. Auf Monatssicht sei die Produktion um 2,2 Prozent gestiegen, teilte die Regierung in Tokio am Freitag mit. Volkswirte hatten mit einem etwas deutlicheren Anstieg um 2,5 Prozent gerechnet. Insbesondere die starke Wirtschaftserholung im asiatischen Raum habe zu dem Anstieg beigetragen.


Arbeitslosenquote im Dezember wieder leicht gesunken
Derweil ist die Arbeitslosenquote in Japan im Dezember wieder leicht gesunken. Wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte, sank die Quote von 5,2 Prozent im November auf 5,1 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 5,3 Prozent gerechnet. Die Zahl der als arbeitslos registrierten Menschen ging im Vergleich zum Vormonat von 3,31 Millionen Menschen auf 3,17 Millionen zurück. (awp/mc/ps/05)

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