Japanischer Leitzins bleibt bei 0,3 Prozent – «Schwieriges Umfeld»

Zuletzt hatte die BOJ die Leitzinsen Ende Oktober von 0,5 auf die derzeit gültigen 0,3 Prozent gesenkt. Der Zinsschnitt soll der zweitgrössten Volkswirtschaft der Erde inmitten der weltweiten Kreditklemme neue Wachstumsimpulse verleihen. Zentralbank-Chef Masaaki Shirakawa sagte am Freitag, die japanische Wirtschaft werde sich auch künftig in einem «schwierigen Umfeld» behaupten müssen. Es könne einige Zeit dauern, bis sie sich von den Finanzmarkt-Turbulenzen erholt habe. «Wahrscheinlich wird die Lage noch in mehreren Folgequartalen so bleiben», teilte die BOJ mit. Berichten zufolge war der Beschluss zur Beibehaltung des 0,3-Prozent- Satzes im Vorstand der Zentralbank einstimmig gefallen.


Weitere Zinssenkung ausgeschlossen
Eine weitere Absenkung des Leitzinsniveaus schloss die Führung der BOJ indes aus. Ein neuerlicher Zinsschnitt könnte negative Begleiteffekte auslösen, sagte Shirakawa zur Begründung. Ziel der bisherigen Senkungsrunde ist es vor allem, dass japanische Unternehmen wieder Zugang zu günstigen Krediten bekommen. Angesichts der weltweiten Konjunkturkrise rechnet der Tokioter Zentralbank-Chef auch mit einem anhaltenden Rückgang der Ausfuhren. Das Bruttoinlandsprodukt der stark exportabhängigen japanischen Wirtschaft war im dritten Quartal dieses Jahres um 0,4 Prozent eingebrochen. Weil Japans Wirtschaft bereits im zweiten Vierteljahr real geschrumpft war, steckt das Land nach zwei aufeinanderfolgenden Minus-Quartalen offiziell in einer Rezession. (awp/mc/gh/22)

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