Japans Grossbanken drängen ins islamische Finanzwesen

Ziel sei es, zu den westlichen Konkurrenten aufzuschliessen, die bereits in dem Bereich aktiv seien, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Dienstag. So habe sich die japanische Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ zwecks Zusammenarbeit an der malaysischen Investmentbank CIMB beteiligt, die über einen 30-prozentigen Anteil am weltweiten Geschäft mit der Platzierung von islamischen Anleihen (Sukuk) verfügt.


Investitionen in petrochemische Fabriken
Sumitomo Mitsui Banking (SMBC) wiederum wolle den islamischen Finanzsektor für Investitionen in petrochemische Fabriken oder andere Grossprojekte im Nahen Osten nutzen, schreibt die Agentur. So habe sich die Bank über eine britische Tochter an der Projektfinanzierung für den Bau einer Raffinerie 2006 in Saudi Arabien und einer weiteren in Kuwait 2007 beteiligt.


Unabdingbare Beteiligung
Der islamische Finanzsektor, der stark von den hohen Ölpreisen profitiert, dürfte sich bis 2010 auf etwa eine Billion Dollar verdoppeln, hiess es zur Begründung des verstärkten Interesses japanischer Bankinstitute. Eine Beteiligung am Finanzwesen der Region sei für Banken, die angesichts zunehmender Grossprojekte ihr Geschäft im Nahen Osten ausbauen wollen, unabdingbar geworden. (awp/mc/pg)

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