Keine Erhöhung der Krankenkassen-Prämien Mitte Jahr

Gesuche um Prämienerhöhungen mitten ihm Jahr würden nicht bewilligt. Dies sagte BAG-Vizedirektor Peter Indra gegenüber der Zeitung «Le Matin» vom Dienstag, wie sein Sprecher Daniel Dauwalder auf Anfrage bestätigte. Für Indra ändert daran auch die Tatsache nichts, dass die Reserven der 18 Krankenkassen tatsächlich ungenügend sind. Nach seinen Angaben liegen sie mindestens 4 Prozent unter dem gesetzlichen Minimum.


Prämien in Kenntnis ungenügender Reserven gebilligt
Das BAG habe die Prämien für 2010 in Kenntnis der ungenügenden Reserven bewilligt, sagte Sprecher Daniel Dauwalder gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Angesichts der ohnehin starken Aufschläge habe man dies in Kauf genommen und hoffe, dass die Lücken 2011 gefüllt werden könnten.


Möglicherweise noch höhere Gesundheitskosten
Ohnehin könnten die Gesundheitskosten noch höher ausfallen als berechnet. Das BAG müsse sich dabei aber auf die Angaben der Krankenkassen verlassen. Diese müssen sich ihrerseits auf Modellrechnungen abstützten. Die tatsächlichen Kosten für 2009 kennen sie erst im Frühling 2010.


«Frage des Überlebens»
Wenige Tage nach der Bekanntgabe der Prämien für 2010 hatten 18 Versicherer angekündigt, dass sie die Prämien möglicherweise schon im nächsten Sommer wieder erhöhen müssen. Der Krankenkassendachverband santésuisse bezeichnete den Schritt als eine «Frage des Überlebens», da die Reserven nicht ausreichten. (awp/mc/pg/20)

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