Klaus-Michael Kühne zu persönlicher Beteiligung an Hapag-Lloyd bereit

Sollte deren Mutterkonzern TUI, wie derzeit von einigen Grossinvestoren gefordert, zerschlagen und Hapag-Lloyd daher zum Kauf angeboten werden, könne er sich auch eine persönliche Beteiligung an der Containerreederei vorstellen, sagte Kühne, Mehrheitseigentümer und Verwaltungsratspräsident der Kühne Nagel International AG, der Tageszeitung «Die Welt» (Ausgabe, 18.10.).


«Hier liegen aber staatliche Gründe vor»
Nichts sei schlechter als eine Übernahme von Hapag-Lloyd durch einen fernöstlichen oder dänischen Konkurrenten. Deshalb sollten die Bundesländer Hamburg und Niedersachsen aktiv werden und einen Plan ausarbeiten, forderte Kühne. Er halte im Allgemeinen zwar nichts von staatlichen Beteiligungen an Unternehmen. «Hier liegen aber staatliche Gründe vor, für das Transportgewerbe eine deutsche Reederei zu erhalten.»


Reederei Hamburg Süd mit Hapag-Lloyd zusammenlegen
Kühne brachte in diesem Zusammenhang auch Hamburg Süd ins Gespräch. «Das wäre die attraktivste Lösung, wenn Herr Oetker seine Reederei Hamburg Süd mit Hapag-Lloyd zusammenlegen würde.» Das könnte jedoch an der Bereitschaft Oetkers scheitern, hohe Summen zu investieren. «Deshalb würde ich es nicht ausschliessen, mich persönlich zu beteiligen», sagte Kühne, auch wenn dies die «Ultima Ratio wäre». Sollte es eine Gruppe von Investoren geben, dann könnte er sich – nicht über sein Unternehmen, sondern als Privatperson – eine Beteiligung von maximal 5% an Hapag-Lloyd vorstellen. (awp/mc/gh)

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