Kompetenzzentrum «Sourcing in der Finanzindustrie» der Universität St. Gallen: «Kundenorientierte Gestaltung vernetzter Banken 2015»

Kompetenzzentrum «Sourcing in der Finanzindustrie» der Universität St. Gallen: «Kundenorientierte Gestaltung vernetzter Banken 2015»

Die vom Kompetenzzentrum «Sourcing in der Finanzindustrie» durchgeführte Studie «Transformation zur Bank 2015» zeigt einen massiven Veränderungsbedarf an der Kundenfront und an den bestehenden Geschäftsmodellen. Beispiele hierfür sind eine hybride Kundenansprache und der Einsatz innovativer Informationstechnologie an der Kundenfront.


Drei Paradoxien
Drei Paradoxien belegen aber den derzeitigen Orientierungsbedarf bei der künftigen Ausrichtung von Banken:


(1) Geschäftsmodelle: Einerseits planen Banken sich zukünftig noch stärker auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden zu konzentrieren. Andererseits wird eine Anpassung der Geschäftsmodelle sowie eine Ausrichtung der Organisationsstrukturen auf die Kunden aber nur von einer Minderheit der Befragten gesehen.


(2) Wertschöpfungsstrukturen: Die Studie zeigt eine grosse Kluft zwischen der angestrebten Fertigungstiefe und der Kernkompetenz der Banken. Zu den nicht Kernkompetenz relevanten Bereichen zählen z.B. «Support» (IT, Beschaffung etc.), «Ausführung / Abwicklung» (Zahlungsverkehr, Wertschriften etc.) und «Produkte & Kompetenzzentren», für welche die Studie aber trotz der angestrebten Reduktion einen aktuellen Eigenfertigungsanteil zwischen 78 und 84% ermittelt hat.


(3) Standardisierung: Die Individualisierung des Leistungsangebots für Kunden ist zwar als zentraler Erfolgsfaktor bei fast allen befragten Banken erkannt. Auch gilt die Standardisierung von Prozessen und Produkten / Leistungen als Grundlage dafür. Aber trotz der durchweg genannten Potenziale ist diese Standardisierung zum heutigen Zeitpunkt nicht umgesetzt bzw. wird nicht im Zusammenhang mit der Individualisierung betrachtet.


Workshop «Kundenorientierte Gestaltung vernetzter Banken 2015»
Wie aber gestaltet die Bank nun die immer stärker auf elektronischen Medien beruhende Interaktion mit ihren Kunden und welches sind die Implikationen im Backoffice- und Interbankenbereich? Diese Fragestellungen stehen am 27. und 28. Mai im Mittelpunkt des Workshops «Kundenorientierte Gestaltung vernetzter Banken 2015» auf dem Executive Campus der Universität St. Gallen. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse des Kompetenzzentrums werden hochkarätige Referenten diese Fragestellungen diskutieren. Wie bereits in den vergangenen Jahren findet dieser im Rahmen des Business Engineering Forums ( www.be-forum.ch ) statt, das mit jeweils mehr als 250 Teilnehmern mehrfach erfolgreich durchgeführt wurde. Die Agenda sowie Informationen zur Anmeldung sind in beiliegendem Flyer enthalten.


Anmeldung, Programm und weitere Informationen…

(DMI/mc/hfu)

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