KPMG Dubai lanciert Reporting-System für Betrugsfälle

von Gérard Al-Fil


 


Die Dubai-Niederlassung der Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG hat ein Reporting-System für Betrugsfälle auf den Markt gebracht. Mit dem System namens «Itisal Al Nazahah» (arabisch für: «ehrliche Verständigung») können die Mitarbeiter und Zulieferer einer Firma per Hotline, Fax oder E-Mail mutmassliche Betrugsfälle oder Verdachtsmomente auf Geldwäscherei melden, ohne sich dabei identifizieren zu müssen.


 


«Anonymität für mehr Transparenz»


Colin Lobo, KPMG-Partner für Forensik in Dubai, glaubt, dass das Reporting-System für mehr Transparanz sorgen wird. «Mitarbeiter befürchten oft Retorsionsmassnahmen ihres Arbeitgebers, für den Fall, dass sie Unegelmässigkeiten persönlich melden. Mit Itisal Al Nazahah verfügen Angestellte über mehrere Kommunikationskanäle, um auf mutmassliche Betrugsfälle oder etwa Geldwäscherei anonym hinzuweisen», sagt Lobo. Laut einer KPMG-Studie erwarten immer mehr Wirtschaftsführer in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), dass aufgrund der guten Konkjunktur die Zahl der Betrugsfälle in 2008 zunehmen wird. 2006 legte die Volkswirtschaft der VAE um 9.4% zu. Für 2007 werden 7% Wachstum erwartet.


 


Die KPMG ist seit 1973 in den VAE in Dubai, Abu Dhabi, Jebel Ali, Sharjah und Fujeirah vertreten. Heute umfasst die Gruppe in dem Golfstaat 19 Partner und 500 Mitarbeiter.

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