KPMG-Studie: Viele KMUs an Transaktionen beteiligt – 70% haben IKS

Als mittelgrosse Unternehmen bezeichnet KPMG in ihrer Studie Gesellschaften mit einem Umsatz zwischen 50 Mio und 500 Mio CHF. Diese Firmen leisteten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz einen grossen Beitrag. Dennoch dominierten Grosskonzerne die öffentliche Diskussion in der Schweiz, kritisiert KPMG.


Ausgezeichnete Möglichkeiten für mittelgrosse Unternehmen
Der zurzeit sehr aktive Markt für Unternehmenstransaktionen biete ausgezeichnete Möglichkeiten für diese Unternehmen, insbesondere um Markteintritte zu realisieren und organisches Wachstum komplementär zu beschleunigen.


Vielfach ungelöste Nachfolgeregelungen
«Viele Unternehmen stehen aber auch zum Verkauf, weil die Nachfolgeregelung in der Gesellschaft nicht gelöst werden konnte oder zu spät angegangen wurde», wird Kurt Stocker, Partner und Wirtschaftsprüfer bei KPMG Schweiz, in der Mitteilung zitiert.


Mängel bei interner Kontrolle
Die Studie stellt Mängel bei der internen Kontrolle fest. 70% der befragten Unternehmen verfügen über ein Internes Kontrollsystem (IKS). Das sei für das Segment der mittelgrossen Unternehmen eine beachtliche Zahl, stellt KPMG fest. Rund ein Drittel der Befragten haben damit keine standardisierte interne Kontrolle. «Der systematische Umgang mit Risiken ist jedoch insbesondere aufgrund der eingeschränkten Risikofähigkeit der mittelgrossen Unternehmen unerlässlich», warnt Stocker.


Verbesserungen bei Corporate Governance
Beachtlich sind auch die Ergebnisse im Bereich der Corporate Governance. Auch wenn nicht alle Aspekte der Führung und Kontrolle für mittelgrosse Unternehmen relevant sind – insbesondere wenn sich diese mehrheitlich in Familienbesitz befinden oder nicht kotiert sind. Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und -überwachung sei unverzichtbar und zu institutionalisieren. In gut einem Viertel der Unternehmen besteht noch immer eine Personalunion zwischen Verwaltungsratspräsidenten und CEO. Wie die Studie zudem zeigt, besteht der Verwaltungsrat im Schnitt aus fünf Mitgliedern, davon sind zwei operativ tätig. (awp/mc/pg)

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