Krise bremst Transporte auf Strasse und Schiene

Zwischen 1993 und 2009 nahm der Güterverkehr jedoch zu: auf der Strasse um 46% und auf der Schiene um 30%, teilte das Bundesamt für Statistik am Montag mit. Laut der Gütertransportstatistik wurde auf der Strasse eine Transportleistung von 16,7 Mrd Tonnenkilometern erbracht (2008: 17,3 Mrd tkm). Auf der Schiene lag der entsprechende Wert bei 9,5 Mrd Tonnenkilometern (2008: 11 Mrd tkm). Der Schienengüterverkehr ging um 13% zurück. Er war von der Konjunkturschwäche stärker betroffen als der Strassengüterverkehr, der einen Rückgang von 3% hinnehmen musste.


Fahrzeugflotten modernisiert
In der Schweiz wird der weitaus grösste Teil des Güterverkehrs auf der Strasse oder mit der Bahn abgewickelt. Auf der Schiene werden Güter vorwiegend über grosse Distanzen befördert, die Feinverteilung erfolgt vorwiegend auf der Strasse. Die mittlere Transportdistanz für eine Tonne beträgt auf der Schiene 166 Kilometer. Im Binnenverkehr auf der Strasse werden fast zwei Drittel der beförderten Tonnen über kurze Distanzen von höchstens 25 Kilometern transportiert. Im Mittel beträgt die Transportdistanz 49 Kilometer. Die Transportunternehmen haben ihre Fahrzeugflotten seit 2003 deutlich modernisiert. Es rollen heute mehr umweltfreundliche Camions auf der Strasse, der Fahr-Anteil der «Stinker» geht zurück.


Emissionsärmste Euro-Klasse 5 
Schwere Güterfahrzeuge werden in Abhängigkeit ihres Schadstoffausstosses in Emissionsklassen (Euro-Klassen) eingeteilt, wobei die Euro-Klasse 5 die emissionsärmsten Fahrzeuge umfasst. 2003 legten Fahrzeuge der Emissionsklassen 0 bis 2 etwa eine Mrd Kilometer zurück; sie erbrachten 65% der gesamten Fahrleistung. 2009 waren es nur noch 190 Mio Kilometer (oder 11% der Fahrleistung). Der Anteil der Klasse 5 ist von 23% im Jahr 2008 auf 39% im Jahr 2009 gestiegen.


Deutlich mehr Fahrzeuge aus Osteuropa
Von den im Ausland immatrikulierten Güterfahrzeugen fahren deutsche und italienische mit Abstand die meisten Kilometer auf Schweizer Strassen. Die Fahrzeuge aus den 12 jüngsten EU-Mitgliedstaaten (vorwiegend osteuropäische Länder) holen jedoch auf: Deren Fahrleistung auf Schweizer Boden hat seit 2001 beinahe um den Faktor fünf zugenommen. Ihr Anteil an den gesamthaft von in- und ausländischen Güterfahrzeugen in der Schweiz zurückgelegten Kilometern ist jedoch weiterhin gering: 2009 lag er bei 4%. (awp/mc/ps/09)

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