Kunstmuseum Appenzell: «no end in sight»

Kunstmuseum Appenzell: «no end in sight»
Howard Smith (Foto: Kunstmuseum Appenzell)

Appenzell – «no end in sight» lautet die Ausstellung von Howard Smith, die derzeit im Kunstmuseum Appenzell zu sehen ist. Auch wenn die Retrospektive dieses Vertreters der essentialistischen Farbmalerei noch bis zum 19. April 2020 andauert, ist die Halbzeit bereits erreicht.

Zu sehen sind über 70 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen des Künstlers, der seit mehr als 50 Jahren systematisch und poetisch die Möglichkeiten und Wirkungen von Farbe untersucht. Das bis heute bedeutsamste Anliegen seiner Malerei sieht Smith in der Beziehung zwischen Werk und Betrachter, d.h. jenem Raum und jenem Dialog, der zwischen Bild und betrachtender Person entsteht.

Howard Smith (geb. 1943 in Chicago, Illinois) hat sich intensiv mit Malerei und ihren Gegebenheiten beschäftigt. Dabei konzentrierte er sich seit Mitte der 1960er Jahre auf die Untersuchung der Mittel, die Malerei bedingen, was wiederum den Prozess des Malens zunehmend in den Focus rückte.

In den 1980erJahren stand Howard Smith der Bewegung des „Radical Painting“ nahe. Wie viele deren Vertreter hatte er zwar häufig nur eine Farbe in einem Gemälde eingesetzt, sich aber niemals als „monochromer Maler“ bezeichnet. Vielmehr geht es ihm um die Interaktion von Farbe und Malgrund. So wurde für ihn der einzelne Strich als kleinste Einheit künstlerischer Setzung immer wichtiger.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch-Gladbach. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit verschiedenen Essays und zahlreichen Abbildungen. (Kunstmuseum Appenzell/mc/kbo)

Kunstmuseum Appenzell

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