Kuoni steigert Umsatz um 7,4 % auf 3’775 Mio. Franken

Der Bruttogewinn erhöhte sich um 5,7% auf 800,0 (756,6) Mio CHF und die entsprechende Marge reduzierte sich leicht auf 21,2%. Das Betriebsergebnis stieg auf Stufe EBIT um 15,7% auf 119,7 (103,5) Mio CHF. Dieser Zuwachs sei vor allem auf die Ergebnisse in Asien und im Destination Management sowie in Skandinavien zurückzuführen. Aber auch die Schweiz habe zur Erhöhung beigetragen und zudem begünstigten nicht notwendige Abschreibungen bei der Edelweiss Air den EBIT mit 8,6 Mio CHF. Die EBIT-Marge stieg von 2,9% auf 3,2%.


Reingewinn von 122,6 Mio. Fr. – Analysten-Schätzungen getroffen
Unter dem Strich resultierte ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 122,6 (98,7) Mio CHF. Das Konzernergebnis stieg um 21,6% auf 120,6 (99,2) Mio CHF. Insgesamt hat Kuoni die Analysten-Schätzungen übertroffen. Im Vorfeld wurde mit einem Umsatz von 3’529,8 Mio CHF, einem EBIT von 116,1 Mio CHF und einem Reingewinn nach Minderheiten von 114,0 Mio CHF gerechnet.


EBIT 105,8 Mio. Franken im 3 Quartal
Im dritten Quartal 2008 stieg der Umsatz um 4,0% auf 1’546,7 (1’487,8) Mio CHF, der EBIT betrug 105,8 (97,8) Mio CHF und der Gewinn nach Minderheiten 100,1 (95,3) Mio CHF.


Eigenkapital per 30. September von 647 Mio. Franken
Der Cashflow aus Betriebstätigkeit reduzierte sich in den ersten neun Monaten um 28,7% auf 173 Mio CHF, der Free Cashflow betrug 134 Mio CHF. Das Unternehmen sei solide finanziert. In der Bilanz weist Kuoni per 30. September 2008 ein Eigenkapital von 647 (30.9.2007: 601) Mio CHF und eine Eigenkapitalquote von 30,2 (28,9)% aus. Die Nettoliquidität wird mit 100 Mio CHF und die flüssigen Mittel mit 48 Mio CHF angegeben.


Abschwächung der Nachfrage in Grossbritannien
Vor allem die Geschäftseinheiten in Skandinavien, der Schweiz sowie Asien & Destination Management hätten zur erfreulichen Nettoerlös- und Gewinnsteigerung beigetragen, schreibt Kuoni. Hingegen führte in Grossbritannien die bereits fortgeschrittene Wirtschaftskrise und die daraus folgende zurückhaltende Konsumentenstimmung weiterhin zu einer Abschwächung der Nachfrage.


Schweiz: Trendwende bestätigt
In der Schweiz habe sich die im ersten Semester 2008 erfolgreiche Trendwende auch im dritten Quartal bestätigt, so Kuoni. Der Umsatz kletterte um 9,4% auf 349 Mio CHF. Die erfolgreiche Neupositionierung der Pauschalreisemarke Helvetic Tours und die Akquisition von Direkt Reisen hätten wesentlich zur Umsatzsteigerung beigetragen. Der EBIT verbesserte sich auf 31,5 (VJ 22,0) Mio CHF. Darin sei ein positiver Effekt von nicht notwendigen Abschreibungen im Umfang von 2,9 Mio CHF der an die Swiss verkauften Edelweiss Air enthalten. In Skandinavien (inklusive New Ventures) stieg der Umsatz im dritten Quartal um 24,3% auf 420,0 Mio CHF, dagegen reduzierte sich der EBIT auf 31,6 (38,3) Mio CHF. Den Rückgang erklärt Kuoni mit dem sehr guten Ergebnis im Vorjahr.


Auswirkungen des tieferen Euros
In der Einheit Europa sank der Umsatz auf 233 (262) Mio CHF und der EBIT ging auf 16,4 (18,4) Mio CHF zurück. Den Umsatzrückgang begründet Kuoni mit dem Rückgang des Euros sowie dem Verkauf der österreichischen Vertriebsaktivitäten. Auch in Grossbritannien lasteten Währungseinflüsse auf der Umsatzentwicklung. Dieser ging auf 167 (213) Mio CHF zurück, während der EBIT auf 9,2 (8,2) Mio CHF stieg. Zudem belastete die rezessive Wirtschaftslage.


In Asien und dem Destination Management kletterte der Umsatz auf 398 (381) Mio CHF und stieg der EBIT auf 24,9 (22,5) Mio CHF. Hier spielte auch die Akquisition von Desert Adventures Tourism in Dubai eine Rolle.


Höherer Buchungsstand im Veranstaltergeschäft
Per 2. November 2008 wies das Veranstaltergeschäft der Kuoni-Gruppe in Schweizer Franken einen um 3% höheren Buchungsstand als in der Vorjahresperiode aus. Das organische Wachstum betrug 3%. In der Schweiz stieg der Buchungsstand um 6%, in Skandinavien um 15% und in Frankreich um 3% (+6% in LW). Dagegen sank der Stand in Grossbritannien um 16% (-1% in LW) und in Indien um 1% (+15% in LW).


Mittelfristziele werden überarbeitet
Aufgrund der globalen Finanzkrise und den damit verbundenen Rezessionsängsten sei für das vierte Quartal mit einer Verlangsamung des Wachstums zu rechnen, so Kuoni weiter. Die Mittelfristziele (bisher jährliches organisches Umsatzwachstum von 6-8% bis 2010) würden aufgrund der unsicheren Situation überarbeitet und im März anlässlich der Bilanzmedienkonferenz publiziert, erklärte ein Sprecher auf Anfrage von AWP. (awp/mc/pg/13)

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