KV-Lehrabgänger: Viele sind noch fündig geworden

Von den angestellten KV-Berufsabgängern hat allerdings ein Drittel nur eine befristete Anstellung erhalten und könnte in absehbarer Zeit ohne Stelle dastehen. 


Lehrabgänger bekommen auslaufende Krise zu spüren
Die jungen kaufmännischen Berufseinsteigerinnen und -einsteiger spüren die auslaufende Krise: Zwar haben 83% eine Arbeitsstelle und 5% einen Praktikumsplatz gefunden, doch 11% sind noch stellenlos. Die meisten davon sind beim RAV angemeldet, einige davon absolvieren – wohl zum Teil gezwungenermassen – einen Sprachaufenthalt oder eine erste Weiterbildung. Diese Zahlen der regelmässig durchgeführten Umfrage haben sich im Jahresvergleich trotz besserer Wirtschaftsaussichten kaum verändert.


Mehr befristete Arbeitverträge
Zugenommen hat hingegen der Anteil von Lehrabgängerinnen und -abgängern, die nur befristete Arbeitsverträge erhielten – er liegt mittlerweilen bei 30%. Meist handelt es sich um Arbeitsverträge beim früheren Lehrbetrieb. «Die Tendenz, dass offenbar immer mehr Jugendliche den Einstieg in die Berufswelt nur über eine Behelfslösung finden, ist alarmierend», stellt die KV-Studie fest. Mit schlechter entlöhnten Praktika würden die Jugendlichen zudem oft ausgenützt – hier müsse die Bewilligungspraxis überprüft werden, fordert die Studie.


Tiefere Frauen-Einstiegslöhne
Bedenklich sind die unterschiedlichen Einstiegslöhne von Männern und Frauen nach der Lehre. Die meisten jungen Kaufleute verdienen monatlich zwischen 3’800 und 4’200 Franken – aber von den Männern verdienen 20% über 4’200 pro Monat während nur 13% der Frauen diese Schwelle überschreiten. Da dasselbe Wissen und dieselbe Berufserfahrung vorliegen, könnten die Unterschiede nur mit der Diskriminierung der Frau erklärt werden, hält der KV Schweiz fest. Er will seine Instrumente als Sozialpartner dafür einsetzen, dass diese Unterschiede verschwinden. (kv schweiz/mc/ps)

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