LGT hat bei Rennen um Deutsche-Bank-Tochter BHF die besten Karten

 Das schreibt die „Financial Times Deutschland“ am Freitag ohne Nennung von Quellen. Den beiden anderen Bietern würden nur geringe Chancen eingeräumt. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Mit einer Übernahme der BHF könnte die LGT ihre Präsenz in Deutschland kräftig ausbauen – derzeit hat die Bank sieben Filialen. 2008 war das Finanzinstitut wegen einer Steueraffäre, über die unter anderem der damalige Deutsche Post-Vorstand Klaus Zumwinkel stolperte, in die Schlagzeilen geraten.


Erhoffter Kaufpreis unrealistisch
In den nächsten Tagen können sich die Bieter die BHF-Bank im Datenraum auf Herz und Nieren prüfen. Mit ersten Schlussfolgerungen seitens der Bieter wird im Umfeld des Verkaufsprozesses aber erst Ende September gerechnet. Bis Mitte Oktober hätten sie Zeit, heisst es in Kreisen der Deutschen Bank. Dann werden verbindliche Angebote abgegeben. Mitte November könnte ein Käufer den Zuschlag erhalten. Die Deutsche Bank kam über den Kauf der Privatbank Sal. Oppenheim in den Besitz der BHF Bank. Da sie nicht zum Kerngeschäft gehört, soll sie aber möglichst schnell weitergegeben werden. Bei der „FTD“ hiess es weiter, ob die grösste deutsche Bank den erhofften Kaufpreis von rund 640 Mio EUR erzielen kann, sei angesichts der aktuellen Marktlage und der Risiken unrealistisch. (awp/mc/ss/25)

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