Libysche Staatsangehörige sind am WEF willkommen

Es gebe keine Weisung, libysche Staatsangehörige oder andere Nationalitäten vom Forum auszuschliessen, schrieb der WEF-Mediensprecher Fon Mathuros der Nachrichtenagentur SDA. Neu auf der diesjährigen Gästeliste aufgeführt ist Seif Al-Islam Gaddafi, Sohn des Revolutionsführers Muammar Al-Gaddafi. Am Mittwoch hatte die Zeitung «La Liberté» gemeldet, dass Seif Al-Islam Gaddafi keine Einladung erhalten hatte.


Seif Al-Islam Gaddafi eingeladen
Der Libyer habe sich in diesem Jahr nicht an den verschiedenen Aktivitäten der WEF-Gruppe Young Global Leaders beteiligt, begründete Mathuros am Mittwochmorgen. Dies sei aber nötig, um eine Einladung zu erhalten. Am Mittwochabend sah die Situation anders aus. Man habe die Gästeliste aktualisiert, schrieb Mathuros. Seif Al-Islam Gaddafi sei nun eingeladen. Vor einem Jahr waren die Fronten noch verhärtet. «Solange die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen nicht normalisiert sind, wird es keine Teilnehmer aus Libyen geben», sagte der damalige Medienverantwortliche.


Libyen-Affäre
Die Affäre Gaddafi begann im Juli 2008. Damals wurde der Gaddafi-Sohn Hannibal in Genf vorübergehend festgenommen. Im Gegenzug wurden zwei Schweizer Geschäftsleute in Tripolis festgehalten. Daraufhin verschärfte die Schweiz im Juni 2009 die Visa-Vorschriften für Libyer. Libyen verweigerte daraufhin im Februar 2010 den Bürgern von Schengen-Staaten die Einreise. Kurz darauf wurde die erste Schweizer Geisel frei gelassen. Im Juni durfte auch Max Göldi, die zweite Geisel, in die Schweiz zurückkehren.(awp/mc/ss/15)

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