Lindt & Sprüngli gewinnt vor WIPO Streit um Internetadressen

Der Australier, der bei der WIPO-Abteilung für Schiedsverfahren im Bereich von Domain-Namen bereits einschlägig bekannt ist, wollte die Adressen für über 10’000 USD verkaufen. Er hatte «lindtchocolates.biz», «lindtchocolates.info» und «lindttruffles.info» im vergangenen Mai registrieren lassen. Der Ausschuss glaube, dass die Adressen mit der Absicht eingerichtet worden seien, Lindt & Sprüngli zu einem finanziellen Arrengement zu zwingen, teilte die WIPO am Donnerstag mit. Die Adressen seien nicht gebraucht worden und würden auch nicht zu einer Internetseite führen.


Adressen übetragen
Der Schokolade-Hersteller hatte sich beklagt, dass die unrechtmässig eingerichteten Adressen mit seinen eigenen registrierten Adressen wie lindt.com und lindt.biz verwechselt werden könnten. Die WIPO entschied deshalb, die Adressen des Australiers auf Lindt & Sprüngli zu übertragen.


137 Klagen
Die Zahl der Klagen, die Schweizer im Bezug auf Domain-Namen bei der WIPO einreichen, steigt stetig. Seit Anfang Jahr sind es bereits 137 Klagen, im ganzen vergangenen Jahr waren es 132, im Jahr 2000 sogar nur 42 gewesen. (awp/mc/gh)

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