Lufthansa trennt sich von kleinen Regionalfliegern

Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, sei «eine umfassende Restrukturierung und Sanierung dieses Segmentes erforderlich», sagte der stellvertretende Konzernchef Christoph Franz. Er will den Bereich so schnell wie möglich wieder in die Gewinnzone bringen. Wie viele Mitarbeiter von der Umstrukturierung betroffen sind, bezifferte Franz nicht. Ziel sei, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, hiess es. Auf den Regionalstrecken sind vielfach auch kleinere Fluglinien im Auftrag der Lufthansa unterwegs.


Rote Zahlen drohen
Als Grund für den Ausstieg aus der 50-Sitzer-Flotte führte Franz den Wettbewerb mit den Billigfliegern an, die auf einigen Strecken mit den Lufthansa-Regionaljets konkurrieren. Dort zeige sich am deutlichsten, dass die Stückkosten im Kontinentalverkehr zu hoch seinen, um Flugzeuge mit 50 bis 70 Sitzen wirtschaftlich zu betreiben. Um wettbewerbsfähig zu werden, will die Lufthansa etwa grössere Flugzeuge einsetzen, Standorten optimieren und die Produktivität erhöhen. Eine Projektgruppe erarbeite bereits konkrete Massnahmen, sagte Franz.


Gewerkschaften vorsichtig
Der Umbau der Regionalflotte gehört zum Kostensenkungsprogramm Climb 2011, mit dem sich die Lufthansa für die Zukunft rüsten will. Im laufenden Jahr kämpft Deutschlands grösste Fluggesellschaft bereits gegen rote Zahlen. Die Unabhängige Flugbegleiter-Organisation (UFO) kündigte an, alles Notwendige zu unternehmen, um «Schlimmes» zu verhindern oder zumindest abzumildern. Ein Sprecher der Vereinigung Cockpit (VC) lehnte eine Stellungnahme ab. (awp/mc/ps/14)

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