Lufthansa will in Passage 1 Milliarde Euro sparen

Dabei sei die Finanzlage der Lufthansa trotz des aktuell schwierigen Umfelds unverändert gut. «Wir haben zurzeit insgesamt 4,7 Milliarden Euro Liquidität und 1,6 Milliarden Euro Kreditlinien», sagte Gemkow. Da die Lufthansa kein Cash verbrenne, reiche dies komfortabel in die Zukunft. «Aus Liquiditätsgründen müssen wir kurzfristig nicht an den Kapitalmarkt.» Mit Sorgen beobachtet der Finanzvorstand Bestrebungen zur Regulierung von Derivaten in den USA und der EU. Würden diese Vorhaben umgesetzt, müsste die Lufthansa für ihre Treibstoffsicherungsgeschäfte und für ihre Flugzeugbestellungen, sofern für diese Währungssicherungen betrieben werden, künftig Milliarden an Liquidität vorhalten.


Noch keine steigenden Erlöse
Die Nachfrage über alle Buchungsklassen scheine sich zu stabilisieren. «Aber das wirkt sich noch nicht in Erlössteigerungen aus.» Einige Unternehmen hätten ihre Reisepolitik schon wieder gelockert, doch das sei erst der Anfang einer Entwicklung. «Von einer durchgreifenden Besserung kann man noch nicht sprechen.» Aber es gebe auch keine weitere Verschlechterung. Für die Lufthansa sei im wichtigen Geschäftsreisendensegment die spannende Frage, was jetzt im Herbst passiere. «Das ist für Netzwerk-Carrier wie die Lufthansa die Zeit der höheren Erlöse.»


Hoffen auf positiven Abschluss
Gemkow hofft auf ein positives Abschneiden des Passagegeschäfts in diesem Jahr. «Die Chancen sind gegeben. Sollte es nicht klappen, haben wir in der Gruppe noch andere Gesellschaften wie beispielsweise die Lufthansa Technik, die mit Sicherheit positiv abschneiden werden.» (awp/mc/ps/10)

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