Madoff-Skandal: Genfer Justiz wird aktiv – UBP entschädigt Kunden

«Die Staatsanwaltschaft Genf hat im Zusammenhang mit der Affäre eine Strafuntersuchung eröffnet, und ich bin beauftragt, sie durchzuführen», bestätigte Untersuchungsrichter Marc Tappolet am Donnerstag der Nachrichtenagentur SDA eine Information der «Tribune de Genève». Die Eröffnung sei bereits am 18. Februar erfolgt und betreffe die fünf geschäftsführenden Gesellschafter von Aurelia Finance.


Untersuchung auf Millionenverluste
Nach unbestätigten Angaben gründet die Untersuchung auf Millionenverlusten, welche das Aurelia-Portefeuille wegen Bernard Madoff erlitt. François Canonica, einer der Anwälte der Kläger, sagte auf Anfrage der SDA, es gebe «Anzeichen für kriminelle Handlungen» bei Aurelia Finance.


Abschreibungen von mehr als 800 Mio CHF
Die Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) wird Kunden entschädigen, welche wegen des Zusammenbruchs von Madoffs Investmentgesellschaft Geld verloren haben. Insgesamt musste die UBP wegen der Madoff-Affäre mehr als 800 Mio CHF abschreiben.


«Eine kommerzielle Geste»
«Wir tätigen eine kommerzielle Geste und übernehmen Positionen in den Investmentvehikeln von Madoff», bestätige UBP-Sprecher Jérôme Koechlin am Donnerstag Berichte nationaler und internationaler Medien. Die Bank wird bis zu 50% der Verluste der Kunden übernehmen. Die Auszahlung erfolgt in den nächsten fünf Jahren. (awp/mc/gh/01)

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