Mirabaud fordert mehr Sachlichkeit im Steuerstreit

Die Schweiz sei kooperativ und wolle nach den geltenden internationalen Standards der OECD mit ausländischen Steuerbehörden zusammenarbeiten.


Der forsche Kavallerieoberst soll das Kriegsbeil begraben
Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück hatte in den vergangenen Monaten unter anderem die Schweiz gerügt, weil sie OECD-Standards zum Informationsaustausch in Steuerfragen nicht umsetze. Steinbrück sprach mit Blick auf die Schweiz von Indianern und drohte mit der Kavallerie. Mirabaud sagte nun, dass die «Indianer» von den Deutschen erwarteten, «dass der etwas gar forsche Kavallerieoberst das Kriegsbeil begräbt und endlich am Verhandlungstisch Platz nimmt». Deutschland nutze – anders als die USA – die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten zu Auskünften in Steuerfragen kaum.


Umsetzung ohne Wenn und Aber
«Ich versichere Ihnen, dass die Schweizer Banken den OECD-Standard ohne Wenn und Aber und auch ohne Zeitverzögerung umsetzen möchten», betonte Mirabaud.


Probleme könnten sich negativ auswirken
Mit Hinweis auf enge Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland warnte Mirabaud, dass Störungen, auch ganz kleine oder atmosphärische, sich gerade in diesen wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten, rasch negativ auswirken könnten. (awp/mc/pg/22)

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