Monsanto bricht Geschäft mit Unkrautvernichtern weg

Vor einem Jahr hatten die Amerikaner noch 556 Millionen Dollar verdient, dann aber überschwemmten Konkurrenten mit nachgeahmten, billigeren Produkten den Markt. Erschwerend hinzu kam die Wirtschaftskrise.


Saatgut-Geschäft stabil
Konzernweit sanken die Erlöse um 36 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Während das Geschäft mit Saatgut im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einigermassen stabil blieb, verlor Monsanto fast zwei Drittel seiner Bestellungen für Pflanzenschutz-Mittel. Im Gesamtjahr will Monsanto nicht zuletzt dank eines Sparprogramms samt Stellenstreichungen aber Gewinne schreiben. Angepeilt sind 2,85 bis 3,11 Dollar je Aktie. An das Vorjahresergebnis würde das aber nicht heranreichen.


Die Aktie fiel zu Börsenbeginn knapp 2 Prozent, erholte sich dann aber schnell. Konzernchef Hugh Grant mühte sich um Schadensbegrenzung und versprach, dass ein knappes Dutzend Neuentwicklungen Monsanto wieder in die rechte Spur bringen würden. Der Konzern ist berühmt-berüchtigt für sein gentechnisch verändertes Saatgut. In einigen Ländern hatten die US-Amerikaner auch schon schwere Schlappen einstecken müssen. Die deutschen Behörden untersagten ihnen etwa wegen Umsweltschutz-Bedenken den Anbau des Genmais MON 810.


Bruttogewinn soll bis 2012 gegenüber 2007 verdoppelt werden
Bis zum Geschäftsjahr 2012 will Konzernchef Grant trotz aller Probleme den Bruttogewinn gegenüber 2007 wie geplant verdoppeln. Er räumte jedoch ein, dass 2010 kein einfaches Jahr werden würde. Durch den Abbau von 900 Stellen – vier Prozent der Belegschaft – hatte sich Grant finanziell Luft verschaffen wollen. Die Kosten für Abfindungen hatten im Schlussquartal 2009 ein dickes Loch gerisssen und zu tiefroten Zahlen geführt. (awp/mc/pg/23)

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