Munich Re: 2009 weniger Schäden durch Naturkatastrophen

Dies entspreche einem Viertel der Summe des Vorjahres. Die Versicherer trugen davon weltweit 22 Milliarden Dollar. Das Jahr 2008 hatte Munich Re als eines der schlimmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts bezeichnet. Der Trend steigender wetterbedingter Katastrophen bleibe bestehen, so der Versicherer. 45 Prozent der weltweit versicherten Schäden waren Folgen von Umweltereignissen.


10’000 Todesopfer
Die meisten Todesopfer forderte das Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra im September. Fast 1.200 Menschen kamen ums Leben. Bei drei Taifunen in Asien starben 1.700 Menschen. Insgesamt forderten Naturkatastrophen 2009 rund 10.000 Menschenleben. Im Jahr zuvor waren es noch 220.000 gewesen.


Klaus schlägt als Einzelereignis am meisten zu Buche
Das teuerste Einzelereignis war der Wintersturm Klaus, der im Januar die Atlantikküste in Nordspanien und Südwestfrankreich traf. Die versicherten Schäden beliefen sich auf 3 Milliarden Dollar, der volkswirtschaftliche Schaden lag bei 5,1 Milliarden Dollar. Vor allem die Hurrikane im Nordatlantik richteten weniger Schäden als in den vergangenen Jahren an. Nur drei Wirbelstürme erreichten Hurrikanstärke – das ist weniger als der Durchschnitt seit Mitte der 90er Jahre. Nach Einschätzung der Wetterexperten von Munich Re hat das El-Nino-Phänomen die Entstehung von Wirbelstürmen im Atlantik gedämpft. Aber auch die Tropenstürme im Indischen Ozean und im West-Pazifik fielen schwächer aus als bislang.


Keine Entwarnung
Entwarnung geben die Versicherer allerdings nicht. Ihrer Meinung nach werden die durch den Klimawandel bedingten Katastrophen in Zukunft weiter zunehmen. Auch wenn die schweren Hurrikane und andere Grösstkatastrophen in diesem Jahr ausgeblieben seien, habe es doch eine grosse Anzahl mittelschwerer Naturkatastrophen gegeben. (awp/mc/ps/12)

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