Nach «Fiaskopenhagen» will Abu Dhabi grüne Massstäbe setzen

von Gérard Al-Fil
Ideen und Eigeninitiativen ? und nicht supranationale CO2-Obergrenzen ? stehen im Zentrum des 3. World Future Energy Summits (WFES) in Abu Dhabi. Dort werden 98 Regierungsorganisationen sowie 1,400 CEOs erwartet. Ehrengast und Key-Referent am Montag ist der spanische Kronprinz Felipe.


Betrand Piccard, Präsident der Solar Impulse in Lausanne, wird auf dem WFES seine Idee einer Weltreise mit dem Solarsegelflieger vorstellen.


Nachhaltigkeit erst am Anfang
In der arabischen Welt, wo die Wüste vier Fünftel der Erdberfläche einnimmt, ist Umweltschutz kein Luxus, sondern bittere Notwendigkeit. Erste Ansätze zum Stopp des Klimawandels gibt es. Die in Bau befindliche, erste schadstofffreie Stadt der Welt «Masdar» im Emirat Abu Dhabi soll als Modell für urbanes Leben der Zukunft dienen. Dubai hat dazu die Freihandelszone Enpark für regenerative Energien geschaffen. Katar will in der ebenfalls noch nicht fertigen Energy City in Doha erforschen, wie die Energieträger Öl und Gas effizienter eingesetzt werden können.

 

Doch den erwähnten Projekten haftet dasselbe Manko an, wie den Dubaier Freihandelzsonen: sie wurden wie Standalone-PC in die Wüste gesetzt und haben bislang wenig Bezug zueinander. Die Golfregion, wo 60 Prozent der weltweiten Ölreserven und 40 Prozent des Erdgases lagern, steht erst am Beginn einer grünen Bewegung, welche die gesellschaftliche Mitte noch nicht erreicht hat.

 

Der 3. World Future Energy Summit, an dem insgesamt 20,000 Teilnehmer erwartet werden, läuft bis zum kommenden Donnerstag, 21. Januar.

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