Nationale mit Gewinnsprung dank Immobilienverkäufen

Dies teilte der Erstversicherer am Mittwoch mit. Demnach sind die Bruttoprämieneinnahmen derweil um 0,9% auf 998,8 Mio CHF zurückgegangen. Währungsbereinigt stieg das Prämienvolumen aber um 0,8%. Im Nichtlebengeschäft verbesserte die Nationale Suisse die Combined Ratio um 1,6 Prozentpunkte auf 96,2% nach 97,8% im Vorjahr. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Beim Reingewinn wurde im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit 56,0 Mio CHF und bei der Combined Ratio mit 96,8% gerechnet.


Prämieneinnahmen leicht rückläufig
Im Bereich Nichtleben sind die Prämieneinnahmen um 0,6% auf 681,1 Mio CHF gesunken (+1,4% in LW). Während das Volumen im Heimmarkt Schweiz um 0,4% stieg, erhöhten sich die Einnahmen der europäischen Tochtergesellschaften währungsbereinigt um «erfreuliche» 3,7%. In der Lebensversicherung sanken die Bruttoprämien um 1,5% auf 317,7 Mio CHF (-0,4% in LW). Als Hauptgrund für den leichten Rückgang gibt die Nationale Suisse die negative Entwicklung in der beruflichen Vorsorge Schweiz auf Grund von tieferen Einmalprämien an.


Bereich Specialty Lines legt deutlich zu
Die Prämienentwicklung im Nischengeschäft respektive den Specialty Lines sei mit +10,4% «äusserst erfreulich» ausgefallen, so die Mitteilung. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich in der Nichtlebensparte dank operativen Verbesserungen, durch ein aktives Schadenmanagement und insbesondere wegen Gewinnrealisierungen aus Immobilienverkäufen um über 40% auf 86,8 Mio CHF. In der Lebensversicherung sank das Ergebnis auf 8,2 (10,7) Mio CHF.


Immobilienanteil weiter gesenkt
In der Bewirtschaftung der Kapitalanlagen wurde der Immobilienanteil – strategiekonform – weiter auf 22,7% gesenkt. Insgesamt erzielte die Nationale Suisse Gewinne aus Veräusserungen von Immobilien von rund 87 (65) Mio CHF. Dadurch konnte der Ertrag aus Kapitalanlagen auf 332,0 (276,4) Mio CHF gesteigert. Das Eigenkapital steigerte die Nationale Suisse seit Jahresbeginn um 47,5 Mio auf 649,2 Mio CHF. Die annualisierte Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 29,4 (23,5)%. Infolgedessen verbesserte sich auch das Solvency-I-Ratio auf 165,6% nach 156,1% Ende 2008.


Keine Mittelfristziele
Die Nationale Suisse gibt anlässlich der Halbjahrespublikation diesmal keine Mittelfristziele ab. Angesichts der immer noch schwer abschätzbaren Folgen der Finanzmarktkrise und der eingetretenen Rezession werde dieses Jahr darauf verzichtet, schreibt der Erstversicherer. Hinzu komme, dass die im vergangenen Jahr nach Swiss GAAP FER publizierten Ziele nicht ohne weiteres mit dem 2009 gültigen IFRS-Rechnungslegungsstandard vergleichbar seien. Im zweiten Halbjahr rechnet Nationale aus den Hagelschäden vom 23. Juli mit einer Nettobelastung von 7,5 Mio CHF.


Konzernumbau in der Schweiz
Um die Vertriebskraft und Effizienz zu steigern, baut Nationale Suisse die Strukturen in der Schweiz um. Alle Vertriebsaktivitäten werden im Geschäftsbereich «Multi-Kanal Vertrieb Schweiz» zusammengelegt und von Ralph Jeitziner geleitet. Dazu gehören Nationale Suisse, smile.direct und die Europäische Reiseversicherung. Die neue Sparte «Kundenservice und Nichtleben Schweiz» soll alle betrieblichen Versicherungsaktivitäten des Konzerns zusammenfassen. Dorthin überführt wird auch das Geschäftsfeld Unfall- und Krankenversicherung. Den Bereich leitet ab dem 1. Oktober Sven Cattelan, der auch in der Geschäftsleitung Einsitz nimmt.


Gesamtwachstum von 2 Prozent angestrebt
Mit diesen Veränderungen avisiert Nationale Suisse einen erhöhten Kundennutzen, profitables Gesamtwachstum von 2% und einen Mehrertrag von 20 Mio CHF bis 2012. Mit diesem Wachstumsziel wird angestrebt, 1% über dem Markt zu wachsen und somit die Stellung von Nationale Suisse in der Schweiz auszubauen. (awp/mc/ps/05)

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